"Sieben auf einen Streich": Einbruchserie geklärt

"Frechheit siegt!", dachte sich ein Gföhler (19), als er nach drei Einbrüchen mit einer Anzeige davonkam. Doch nach vier weiteren Coups machten ihm die Kremser Kriminalisten einen dicken Strich durch die Rechnung: Verhaftet!

Erstellt am 23. Oktober 2021 | 11:46
Symbolbild Blaulicht
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Foto: AstroStar/Shutterstock.com

"Sieben auf einen Streich!" Die Kremser Kriminalisten und ihre Gföhler Polizeikollegen haben allen Grund zur Freude: Einem notorischen 19-jährigen Einbrecher aus Gföhl wurde das Handwerk gelegt.

Kriminelle Tour fortgesetzt

Nach drei Einbrüchen in seiner Heimatstadt - die NÖN berichtete exklusiv - war der junge Mann, der schon damals kein unbeschriebenes Blatt gewesen war, nach einem umfassenden Geständnis mit einer Anzeige auf freiem Fuß davongekommen. Doch es war ihm keine Lehre, dass er damals so rasch erwischt wurde. In Krems setzte er seine kriminelle Tour fort ...

Sieben Einbrüche gestanden

Wie sich im Zuge der Spurensicherung und Zeugenbefragung herausstellte, zeichnet der geständige Verdächtige für insgesamt sieben Einbrüche verantwortlich. Zuletzt war er in Krems aktiv. Zuerst tauchte er in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober als ungebetener Gast in einer Kfz-Werkstätte in der Hafenstraße auf. Gleich dreimal schlug er in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober zu. In eine Kfz-Ersatzteil-Firma im Gewerbepark brach der Kriminelle ebenso ein wie in eine Tischlerei. 

Extrafreche Vorgangsweise

Besonders frech ging der offenbar seiner Sache sehr sichere Täter dann bei einem Einbruch in ein Zweirad-Fachgeschäft in der Wiener Straße vor. Dort schnappte er sich einen schweren Standtresor, schleppte diesen zum Ausgang und verfrachtete ihn auf ein Zweirad, das er ebenfalls mitgehen ließ. Mit diesem fuhr er in einen benachbarten Weingarten, wo er dem Tresor mithilfe eines Akku-Trennschleifers zu Leibe rückte. Als die Batterien ausgingen, hatte der Gföhler die Frechheit, bei einem weiteren Einbruch nach neuen Batterien zu suchen. In einem benachbarten Betrieb des von ihm zuvor geschädigten Unternehmens fragte er später, ob man ihm Werkzeug borgen könnte. Er habe "ein Problem mit seinem Moped".

Haft nach Hausdurchsuchung

Als er daraufhin ein weiteres Mal im Weingarten am gestohlenen Tresor sein Glück versuchte, dürfte er von Spaziergängern oder Lesehelfern gestört worden sein und ließ die Beute zurück. Die Beschreibung des Mannes durch Zeugen (die er um das Werkzeug gebeten hatte), verräterische Spuren und die Kombinationsgabe der Ermittler führten schließlich bald auf die Spur des "alten Bekannten" aus Gföhl. Nach einer Hausdurchsuchung an dessen Wohnadresse und einer Befragung samt Geständnis klickten die Handschellen.

Lob für erfolgreiche Ermittler

Jetzt kann der Täter in der Justizanstalt Krems über seine Taten nachdenken. Auf den notorischen Einbrecher wartet ein Gerichtsverfahren. Groß ist die Freude bei der Polizei, dass dem Kriminellen so rasch das Handwerk gelegt werden konnte. Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky zur raschen Ausforschung und Festnahme: "Diese Sache ist ein großartiger Erfolg unserer Kriminaldienstgruppe und der Gföhler Kollegen!"