Rinke: "Ich würde es wieder so machen!". Anklage? / Die Ex-Bürgermeisterin wehrt sich vehement gegen schwere Vorwürfe: Sie soll vor ihrem Abgang ihre Sekretärin begünstigt haben.

Von Udo Sagl. Erstellt am 23. Juni 2014 (09:26)
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Ein »Hammer«: Rinke muss wahrscheinlich vor den Richter, weil sie zum Abschied noch eine äußerst umstrittene Verfügung unterschrieben hat.

KREMS /  „Was da alles berichtet wird, ist maßlos übertrieben. Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Ex-Bürgermeisterin Inge Rinke empfindet es als höchst ungerecht, im Zusammenhang mit einer ihrer letzten Amtshandlungen im Nachhinein schmerzhafte „Watschen“ zu bekommen.

Es geht um eine Verfügung, mit der Rinke unmittelbar vor ihrem Auszug aus dem Rathaus ihrer Sekretärin eine Zulage in einen Gehaltsbestandteil umgewandelt hat. Laut Anzeige von UBK-Obmann und Ex-Staatsanwalt Peter Lanzrath hat Rinke dabei ihr Amt missbraucht, weil nach der Wahl noch kein Gemeinderat installiert war, der den entsprechenden Beschluss hätte treffen können.

„Hier geht es um ganze 64 Euro pro Jahr“, verteidigt Rinke ihre Vorgangsweise. „Ich habe der verdienten Mitarbeiterin lediglich etwas zugesprochen, was ihr schon vorher versprochen worden war. Ich würde das wieder so machen.“

„Aufdecker“ Lanzrath bewertet den Fall als nicht so harmlos, wie von der Ex-Bürgermeisterin dargestellt: „Die Größenordnung liegt bei 230 Euro monatlich.“ Tatsache ist: Am Landesgericht Krems steht ein Strafantrag gegen die Beschuldigte unmittelbar bevor.

Rinke wundert sich darüber: „Seitens der Korruptionsstaatsanwaltschaft hat man mir vor einiger Zeit angedeutet, dass das alles niedergelegt wird. Und jetzt das . . .“