Rohrendorf bei Krems

Erstellt am 05. Dezember 2018, 18:31

von Martin Kalchhauser

Helfer mussten Unfallopfer suchen. Unklare Angaben über Notfallort: Junges Pärchen musste nach Überschlag auf Hilfe warten.

Symbolbild  |  Weingartner-Foto

Mit seinem Pkw überschlug sich am Abend des 3. Dezember ein Kremser in Rohrendorf.

Ungenaue Angaben zum Unfallort führten dazu, dass Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei das Unfallfahrzeug und seine beiden Insassen erst nach einer gemeinsamen Suchaktion finden konnten.

Anrufer-Angaben leider sehr ungenau

„Da liegt ein Auto unweit der Rohrendorfer Tankstelle im Weingarten. Es ist ein Lichtschein zu sehen.“ So lautete sinngemäß der Notruf, der kurz vor 21 Uhr auf Notruf 144 einging.

Das am Hubschrauberstützpunkt stationierte Notarztfahrzeug des ÖAMTC (wegen des Nebels konnte Christophorus 2 nicht abheben) und ein Rettungswagen des Roten Kreuzes Krems sowie die FF Rohrendorf wurden alarmiert.

Suchaktion nach dem Unfallfahrzeug

Doch den Helfern, auch den mit mehreren Fahrzeugen ausgerückten ortskundigen Rohrendorfer Silberhelmen, war es wegen der ungenauen Ortsangabe zuerst nicht möglich, die Unfallstelle zu lokalisieren.

Erst nach einer fast eine Viertelstunde dauernden Suchaktion entdeckten die Einsatzkräfte den verunglückten Pkw. Er befand sich in der Neubauerstraße, die die Kremser Kellergasse „In der Leithen“ im Osten am Fuße des Saubühels mit der Oberen WienerStraße (B 35) verbindet.

Lenker wurde aus dem Auto geschleudert

Wie sich herausstellte, war ein Kremser (21) dort mit seinem VW Polo Richtung Rohrendorf unterwegs gewesen, als er die Kontrolle über das Auto verlor.

Dieses überschlug sich in der Folge mehrmals, ehe es wieder auf den Rädern zum Stillstand kam. Der Lenker, der nicht angeschnallt war, wurde dabei aus dem Fahrzeug geschleudert. Angaben zum Hergang des Unfalles konnte er später keine machen.

Verdacht auf überhöhte Geschwindigkeit

Seine Freundin, eine Spitzerin (19), die am Beifahrersitz mitgefahren war und den Sicherheitsgurt verwendet hatte, gab an, dass der Lenker sehr flott unterwegs gewesen sei.

Jedenfalls hatte der Mann großes Glück: Er erlitt lediglich eine Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden. Nach der Versorgung durch den Christophorus-Notarzt kam er ins Uni-Klinikum Krems.

Beifahrerin blieb bei Unfall unverletzt

Seine Begleiterin blieb überhaupt so gut wie unverletzt und wurde von einem zweiten Rettungsauto nur zur Kontrolle ebenfalls ins Spital gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Rohrendorf, die die Rotkreuzkräfte bei ihrer Arbeit unterstützte, führte die Bergung des total beschädigten Fahrzeugs durch.