Neuübernahme von Greißlerei: „Es bleibt unser Gschäft“

Erstellt am 07. Juni 2022 | 15:35
Lesezeit: 2 Min
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Thomas Grill (Firma Kastner; links), Holger Lang-Zmeck (Wirtschaftskammer) und Bürgermeister Erich Polz (von rechts) wünschten der neuen Nahversorgerin Brigitte Neiß und ihren Helfern, Sohn Rene und Ehemann Friedrich, einen erfolgreichen Neustart in Rossatz.
Foto: Gertrude Schopf
Nicht mehr von gemeinnützigem Verein, sondern privat geführt wird der Rossatzer Nahversorger.
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Die Nahversorgung im Ort ist gesichert: Brigitte Neiß (47) aus Furth hat den „Laden übernommen“, und zwar in Eigenregie („Nah & Frisch Rossatz“). Sie führt ab sofort das Geschäft auf dem Kirchenplatz mit zwei Teilzeit-Mitarbeiterinnen und mit Unterstützung ihrer Familie, kooperiert mit der Firma Kastner, hat die Öffnungszeiten erweitert und will weiterhin viel Feinkost und viel Regionales anbieten.

Erfahrung bringt sie aus ihrer Zeit als Filialleiterin des Nahversorgers in Bergern mit. „Es bleibt ,unser Gschäft‘, die Rossatzer sind es so gewohnt“, wird sie das Geschäftsschild jetzt vorerst einmal nicht abnehmen.

Der Name stammt ja vom Verein „Unser Gschäft“ (Gründungsobmann Michael Ivan), der seit 2014 den Lebensmittelladen betrieben hat, nachdem der frühere Nahversorger zugesperrt hatte. Die Schließung stand auch in den letzten Jahren oft im Raum, dem Verein (der sich mittlerweile aufgelöst hat) fiel es oft schwer, ein ausgeglichenes Budget zu erwirtschaften.

Nahversorger als sozialer Treffpunkt

„Es ist ein Haus mit viel Geschichte, in dem immer schon ein Nahversorger als sozialer Treffpunkt fungierte“, hofft auch Bürgermeister Erich Polz, dass der einzige Nahversorger zwischen Mautern und Melk erhalten bleibt. Und er appelliert an Bevölkerung und Vereine, die Einrichtung weiter zu unterstützen und die Einkäufe hier zu tätigen.

Was einige schmerzt: Es gibt kein Lotto/Toto mehr (Neiß: „Die Übernahmekosten sind nicht zu stemmen“). Tabakwaren und Zeitschriften werden weiterhin angeboten, und auch Bargeld kann man im Geschäft beheben.

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