Hohe Auszeichnung für Kremserin

Erstellt am 19. August 2021 | 05:40
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Kremserin Elisabeth Anna Resch
Die Kremserin Elisabeth Anna Resch sorgte mit ihrer Nominierung als „GreenBiz 30 Under 30“ für eine Österreich-Premiere.
Foto: Angelika Resch
Elisabeth Anna Resch für Nachhaltigkeit von Unternehmen und gegen das Aussterben von Sprachen engagiert.
Werbung

Als eine von nur 30 Personen weltweit wurde Elisabeth Anna Resch (28) heuer von der Plattform GreenBiz für ihr Engagement für nachhaltige Unternehmensführung ausgezeichnet.

Die aus Krems stammende Unternehmerin arbeitet bei United Nations Global Compact in New York, wo sie das Programm „Target Gender Equality“ leitet und damit vor allem die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen vorantreiben möchte. Dieses Projekt wird im Austausch mit hunderten Unternehmen aus über 40 Ländern ausgeführt. Dafür hat sie ein Büro in New York, lebt aber seit diesem Jahr in Chile und arbeitet dort im Homeoffice.

„Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache der Welt, und damit ist Kultur- und Gedankenerbe für immer verschluckt.“ Elisabeth Anna Resch

„GreenBiz ist eine der bekanntesten Medien und Event-Plattformen im Bereich nachhaltiger Entwicklung und verantwortungsvoller Unternehmensführung“, erklärt die Rechtsanwältin, die durch ihre tägliche Auseinandersetzung mit Unternehmensnachhaltigkeit im regen Kontakt mit GreenBiz steht und es als eine von vielen Informationsquellen nutzt, um immer am neuesten Stand zu bleiben. „Durch die Plattform des UN Global Compact erreicht meine Arbeit tausende Unternehmen – viele, die regelmäßig GreenBiz lesen und unterstützen.“

Erste Österreicherin im elitären Greenbiz-Kreis

Dadurch und durch einige ihrer Mentoren, die die junge Projektleiterin weiterempfohlen haben, kam sie zu dieser Ehre. Die Auszeichnung wird seit 2016 jedes Jahr 30 Personen verliehen, die unter 30 Jahre alt sind und sich für nachhaltige Unternehmensführung einsetzen. Elisabeth Anna Resch ist die allererste Österreicherin in diesem elitären Kreis. „Die Mehrheit der Personen auf der Liste arbeitet im Bereich Klimawandel, und es freut mich sehr, dass meine Arbeit im Bereich der Gleichstellung als ebenso wichtiger Bereich der nachhaltigen Entwicklung anerkannt ist.“

Die Tochter des Kremser Bürgermeisters erhofft sich durch diese Anerkennung, dass sie weitere, neue Gruppen mit ihrem Thema erreichen kann. Besonders am Herzen liegt ihr, dass auf eine bessere, nachhaltigere Zukunft gebaut wird.

Resch hat einen Bachelorabschluss in internationaler Entwicklung, ist Magistra Iuris und „Master of Law“ in internationalem Recht. Sie spricht fließend Deutsch, Englisch und Spanisch. Außerdem ist sie gerade dabei, Swahili zu lernen. Von großer Bedeutung für sie ist nämlich auch das Thema aussterbende Sprachen. Daher beschäftigt sie sich gerade damit, Geschichten in allen Sprachen zu sammeln.

Bereits vor 13 Jahren machte die damalige Schülerin ein Austauschjahr in Australien und war seitdem davon überzeugt, dass sie sich international engagieren will. Zurück nach Österreich kommen möchte sie daher in absehbarer Zeit nicht, da sie vor einem halben Jahr von New York nach Chile zog und nun Geschichte, Literatur und Kultur ihrer neuen Heimat erkunden will.

Auch wenn sie gerne international unterwegs ist, vermisst sie ihre Familie in Krems. Ihr fehlen „die Samstag-Spaziergänge mit der Familie in der Altstadt, der Maronibrater, die Wachauer Laberl und die Marillen“. Es gibt einfach keinen Vergleich dazu. „Und den Veltliner vermisse ich natürlich auch.“

Werbung