Theißer Wolfgang Epp: Dankbarkeit zum Abschied

Erstellt am 10. Juli 2021 | 07:54
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Bürgermeister Franz Brandl, Amtsleiter Martin Nessl (von links) und Gemeinderat Stefan Löffler (rechts) dankten Allgemeinmediziner Wolfgang Epp – hier mit Gattin Birgitt – zum Abschied und überreichten dem Gartenfreund unter anderem einen „goldene Spaten“.
Foto: Johann Lechner
Nach 34 Jahren als Allgemeinmediziner hat Wolfgang Epp nun mehr Zeit für Enkelkinder und Hobbys.
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„Es hat so viele schöne Momente gegeben. Das Positive überwiegt ganz deutlich“, zieht der Allgemeinmediziner Wolfgang Epp eine positive Bilanz über die vergangenen 34 Jahre seiner Tätigkeit in Theiß. „Ich würde es wieder machen.“

Mit 1. Juli hat sich der gebürtige Kremser zur Ruhe gesetzt. Nach dem Studium in Wien und dem Turnus im Krankenhaus Krems erhielt er 1987 die neue Stelle eines praktischen Arztes in Theiß. Nach kurzer Zeit in Untermiete zog er 1991 ins neue Haus in der Ludwig-Bruckner-Straße, das auch die Ordination beherbergte.

Epp: Feuerwehrarzt, Notarzt, Sanitäter beim Roten Kreuz

Längst ist der bei seinen Patienten äußerst beliebte Mediziner in der Gemeinde integriert. Seit 1988 zum Beispiel ist er auch als Feuerwehrarzt tätig. Seine Fähigkeiten als Notarzt, die einst beim Roten Kreuz Krems Patienten zugute kam, frischte er laufend auf, und oft war er bei Notfällen in der Gemeinde als Erster an Ort und Stelle. Freiwillig war er bis vor Kurzem auch gelegentlich als Sanitäter im Einsatz, nach wie vor ist er RK-Ausbildungsarzt.

Die Wertschätzung vieler Menschen, die über seinen Abschied traurig sind, ist der schönste Lohn für den bescheidenen Arzt, der „immer nach vorne geschaut“ hat und sogar die Hochwasserkatastrophe 2002, bei der die Ordination komplett in den Fluten versank, mit einer positiven Erinnerung verbindet: „Wir haben damals unglaublich viel Zusammenhalt erlebt.“ Die Ordi fand bei der Kaufmannsfamilie Donabaum Unterschlupf.

Stärke: Beharrlichkeit im Sinne der Patienten

Epps große Stärken waren Beharrlichkeit zugunsten der Patienten und das Bemühen, durch Fortbildungen stets auf dem Laufenden zu bleiben.

„Ich liebe die Modelleisenbahn – im Maßstab 1:1!“ Wolfgang Epp

In der Pension will sich der Gartenfreund – von der Gemeinde erhielt er als Abschiedsgeschenk einen goldenen Spaten – vermehrt dem Bereich rund um das Haus widmen. Mehr Zeit bleibt für seine Frau Birgitt, die ihm nicht schon 39 Ehejahre zur Seite steht, sondern auch in der Ordination mitarbeitete. Den Enkelkindern Eva (11) und Marlene (8) wird sich ihr Opa jetzt vermehrt widmen. Ein Faible hat der Arzt für das Thema Eisenbahn. „Ich liebe die Modelleisenbahn – im Maßstab 1:1!“, scherzt er. Und auch der Sport (Epp ist Marathon-Finisher) wird in reduziertem Ausmaß weiter Platz haben.

Groß ist die Freude, dass es weitergeht in Theiß. Bis zur Errichtung einer neuen Bleibe ordinieren die Ärztinnen Doris Streicher und Johanna Fahler im Haus der Epps.

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