Bunte Ziegel für das Turmdach der Pfarrkirche Spitz

Erstellt am 11. August 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Baubesprechung in luftiger Höhe: Gerold Eßer (rechts) vom Bundesdenkmalamt mit Dachdeckermeister Reinhard Greil.
Foto: privat
Dachdeckung soll jetzt originalgetreu ausgebessert und ersetzt werden.
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Der Westturm ist der älteste Teil der Spitzer Pfarrkirche zum heiligen Mauritius, das Turmdach ist mit glasierten Originalziegeln aus dem Jahr 1581 gedeckt, die farblich unterschiedlich gestaltet sind und geometrische Muster und Blumen darstellen. Die gesamte Kirche mit Turm steht unter Denkmalschutz.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden schon Ziegel mit herkömmlichem Material erneuert. Beim großen Hagelunwetter vor zwei Jahren wurden außerdem zahlreiche Dachziegel beschädigt und Ziegelteile drohten herabzufallen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist der Bereich vor dem Turm seither abgesperrt.

Gemeinsam mit Pfarre, Diözese, Land NÖ und Bundesdenkmalamt ist man nun bemüht, das Dach nachhaltig zu sanieren – die schadhaften Teile des Dachstuhls sowie die Vermörtelung müssen ergänzt werden – und wieder originalgetreu einzudecken. Die neuen Ziegel sollten natürlich nach Möglichkeit die ursprüngliche Farbgebung haben, was bislang ein Problem darstellte.

„In der Zwischenzeit wurde jedoch eine Ziegelei gefunden, welche nach materialspezifischen Entwicklungen in der Lage ist, die originale Form und Farbgebung der Dachziegel zu rekonstruieren“, berichtet geschäftsführender Gemeinderat Raimund Pichler.

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