Römer als Chance für die Region Mautern. Géza Frank will mit seinem Projekt den Wert des Limes für Region zeigen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Februar 2021 (05:32)
Géza Frank (33) vor dem Mauterner Römerturm: „Mein Ziel ist es, Aufmerksamkeit für das reiche, aber oft versteckte Erbe entlang der Donau zu generieren!“
Martin Kalchhauser

Mit einem Aufsehen erregenden Projekt macht der Musiker, Unternehmer und Milizoffizier Géza Frank (33) auf verborgene Chancen für die Region an der Donau durch den römischen „Limes“ aufmerksam. Er kleidete sich zwei Wochen lang als römischer Legionär der „Quartodecimani“, der 14. Legion, ernährte sich wie damals und bestieg in Römerrüstung sogar einen Berg in Kärnten.

„Die Römerzeit ist eine Chance für Wirtschaft und Tourismus im Bereich des ehemaligen Limes.“ Géza Frank

„Ziel des Experiments ist es, Aufmerksamkeit für das reiche, aber oft versteckte und kulturell nicht genügend inszenierte römische Erbe entlang der Donau zu generieren“, erklärt Frank, der für einen NÖN-Fototermin aus seiner Heimat im Bezirk Tulln nach Mautern (das römische Favianis) kam. Mit dem erfolgreichen Römermuseum in Carnuntum gebe es zwar ein beliebtes Highlight, „doch der große Rest der durchaus spektakulären römischen Hinterlassenschaften ist aufgrund veralteter Museums- und Vermittlungsvorstellungen meist nur Kennern, Liebhabern und gezwungenen Volksschülern zugänglich“.

Reiche Schätze entlang des Donau-Limes heben

Um die reichen römischen Schätze entlang der Donau, die damals den „Limes“, die Nordgrenze des Römerreiches bildete, einem breiteren Publikum näherzubringen, bedient sich Frank seit Jahren lebendiger Geschichtsdarstellung. „Bei diversen Museumsveranstaltungen zeigt sich immer wieder, dass gelebte Geschichte mittels engagierter Geschichtsdarsteller ein sehr breites Publikum aus allen Gesellschaftsschichten erreicht und für Auseinandersetzung mit Geschichte begeistern kann.“

Für 2 Wochen hat er daher jeden Tag für zwölf Stunden die authentische Replik der Ausrüstung eines römischen Grenz- und Flussmarinesoldaten des 4. Jahrhunderts nach Christus getragen und ausschließlich Essensrationen der römischen Armee, zubereitet nach antiken Kochbüchern, zu sich genommen. „Ich habe jeden Tag in Rüstung trainiert und so die Strapazen des Alltages der Grenzsoldaten simuliert“, erzählt Frank. Das Experiment wurde genau dokumentiert. Ziel: die körperliche Leistungsfähigkeit eines modernen, sportlichen Menschen unter Bedingungen zu testen, die zwei Wochen Alltag am Limes samt kleinem Gefecht entsprechen.

Wer sich über das Projekt informieren will, kann dies im Internet auf www.youtube.com, Suchbegriff „Quartodecimani“, tun.