Kurios: Keine Tische bei Prüfungen an Kremser KPH. Hochschule lässt Studenten Prüfungen mit Kork-Unterlage am Schoß schreiben.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. Oktober 2020 (11:27)
Karikatur: Schönthaller
Karikatur Schönthaller

Studenten haben in der Coronakrise kein leichtes Leben. An den Universitäten und Hochschulen herrschen strenge Regeln, die Masken gehören mehr denn je zum Alltag dazu. Hinzukommt das ständige Switchen zwischen Präsenzlehre und Distance Learning, das hohe Flexibilität erfordert.

Eine weitere Verschärfung der Umstände ist nun am Institut für Ausbildung der Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) in Krems bekannt geworden. Studierenden stehen dort seit dem Start des neuen Semsters am 30. September weder bei Seminaren noch bei Prüfungen Tische zur Verfügung.

Studentin: „Da kommt eine extreme Schmiererei raus“

„Die Tische wurden entfernt, um mehr Platz für die Studierenden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln zu schaffen. Die Kinobestuhlung ermöglicht es, in Räumen zu arbeiten, die ohne diese Maßnahme nicht genutzt werden könnten“, heißt es dazu aus der KPH. Man wolle damit vor allem den Erstsemestrigen den Einstieg ins Studium durch die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen erleichtern.

Für Begeisterung unter den Studierenden sorgt diese Maßnahme laut NÖN-Informationen aber nicht. „Vor allem die Prüfungen auf dem Schoß schreiben zu müssen, ist sehr mühsam“, erzählt eine Studentin, die gerade das Bachelorstudium Lehramt Primarstufe absolviert. Die Lehrenden würden zwar Korkunterlagen zum besseren Mitschreiben austeilen, am Ende käme aber trotzdem eine „extreme Schmiererei“ raus.

„Außerdem bekommt man bei dem ständigen Hinunterschauen schnell Nackenschmerzen“, schildert die junge Frau gegenüber der NÖN. Verärgert ist sie auch deswegen, weil die Maßnahme auch nie begründet worden sei. Die KPH dementiert das: „Die Studierenden erhielten Informationen zu allen Maßnahmen.“