St. Leonharder Ärztin in Film für Dorfrettung dabei. Film mit St. Leonharder Gemeindeärztin Heidelinde Schuberth läuft derzeit österreichweit in Kinos an.

Von Petra Vock. Erstellt am 20. Februar 2020 (05:40)
Tritt für Landärzte ein: Heidelinde Schuberth.
NGF

Ein bekanntes Gesicht ist demnächst auf der großen Kinoleinwand zu sehen: Heidelinde Schuberth aus Schiltern, die Gemeindeärztin von St. Leonhard, ist unter den Mitwirkenden des Dokumentarfilms „Rettet das Dorf!“, der derzeit in Kinos in ganz Österreich startet.

„Eine Kollegin kannte jemanden aus dem Filmteam“, schildert Schuberth, wie es zu ihrer Mitwirkung in dem Streifen kam. „Gesucht wurde eine echte Landärztin. Ich habe das Projekt spannend gefunden und mir gedacht: ,Das unterstütze ich!‘“

Eine Szene aus dem Dokumentarfilm „Rettet das Dorf“: Ärztin Heidelinde Schuberth (rechts) auf Hausbesuch.
NGF

In der Dokumentation über Landflucht und den Kampf dagegen kommen engagierte Menschen aus unterschiedlichsten Regionen und Berufsgruppen zu Wort. Schuberth empfindet das Arzt-Sein auf dem Land als „manchmal sehr herausfordernd, vor allem jetzt in der Grippezeit“, aber auch als „sehr erfüllend“: „Ich würde eigentlich nichts anderes mehr machen wollen!“ Maßnahmen gegen den Landärztemangel sind ihr ein Herzensanliegen.

Auch wenn St. Leonhard im Film nur einige Minuten lang Thema ist, wurde insgesamt drei Tage dort gedreht: im Sommer 2018 und im April 2019. „Dazwischen habe ich ein Baby bekommen“, erzählt Schuberth.

Das kleine Mädchen, das inzwischen über ein Jahr alt ist, ist ihr drittes Kind. Zu schaffen sei die „Babyzeit“ nur, weil sie in der Ordination von Kolleginnen unterstützt werde und auch privat sehr viel Hilfe habe: „Wenn ich meine Eltern nicht hätte, wäre es jetzt sehr schwierig.“ Dieser Zusammenhalt in der Großfamilie ist für Schuberth einer der vielen Vorteile des Lebens auf dem Land.

Sehen wird sie den Film selbst erst am Freitag, 21. Februar, wenn sie gemeinsam mit Regisseurin Teresa Distelberger zu einem Filmgespräch ins Kino im Kesselhaus kommt: „Ich möchte mich überraschen lassen, aber ich kenne ein paar Leute, die ihn schon gesehen haben, und die waren alle begeistert!“