Langenloiser Gemüsegärtner reisen um die Welt . Im Zuge des Erasmus+ Projektes „APPEL“ an dem die Gartenbauschule Langenlois für zwei Jahre teilnehmen wird, reisten fünf Schüler und zwei Lehrer der Gartenbauschule nach Afrika.

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 30. Januar 2019 (09:33)
Usercontent, Gartenbauschule
v.l.n.r.: Wolfgang Funder, Erwin Daim, Florian Witzmann, Lisa Liepold, Andrea Faltin, Christopher Beisteiner, Andreas Kovac

Wie weit kommt man mit einer Ausbildung zum Gemüsebauer? Fünf engagierte SchülerInnen der Gartenbauschule Langenlois wollten diese Frage für sich beantworten und reisten mit ihren Fachlehrern Wolfgang Funder und Andreas Kovac für zwölf Tage auf die tropische Insel Mayotte!

Diese Insel liegt im Archipel der Komoren, nordwestlich von Madagaskar und gehört als französisches Überseedepartement zur EU. Die SchülerInnen studierten gemeinsam mit den Schülern von den Partnerschulen aus Mayotte, Wintzenheim im Elsaß und Freiburg im Breisgau zum Thema Agroforstwirtschaft Fauna und Flora, lernten Maßnahmen gegen Bodenerosion kennen, kochten Marmeladen und pasteurisierte Säfte aus Mangos, Jack-Früchten, Papayas und Maracujas.

Weiters wurden roter Pfeffer, Vanilleschoten, Gemüse und Schnittblumen für den lokalen Bauernmarkt in der Partnerschule geerntet. Diese Produkte verkauften die Schüler am Samstag am Schulstand beim örtlichen Bauernmarkt Marché paysan.

Im Zuge des Projektes erstellten sie gemeinsam mit den Schülern der Partnerschule Kurzlehrfilme. Hier wurden die Arbeitsschritte über die Pflanzung von Vanille und Paprikapflanzen in Pfefferplantagen dokumentiert. Weiters lernten die Teilnehmer die Hybridisierung von Kokosnusspflanzen kennen.

Eine Exkursion zu einem lokalen Gemüsebauern, der auch eine eigene Ylang-Ylang-Destillation betrieb, bot einen interessanten Einblick wie Gemüse unter der tropischen Sonne produziert wird. Die Zeit verging wie im Flug und bald waren die arbeitsreichen Tage bei 36°C im Schatten vorbei.

Die anfänglichen Fragezeichen über den fachlichen Austausch zwischen dem europäischen Festland und der Insel Mayotte konnten eindrucksvoll wiederlegt werden. Das Projekt der Europäischen Union wird in den kommenden 2 Jahren gemeinsam mit den Partnerschulen in Frankreich, Deutschland und Österreich weiter umgesetzt.