Schwammerlsucher rettete Pensionisten (64) das Leben

Fast 20 Stunden wurde nach einem abgängigen Kremser Pensionisten gesucht. Am Sonntagvormittag wurde er von einem Schwammerlsucher zufällig in der Riede "Beere" in Imbach gefunden - und in der Folge "in letzter Minute" gerettet.

Martin Kalchhauser
Martin Kalchhauser Erstellt am 04. Oktober 2021 | 10:38
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Der Notarzt des Kremser ÖAMTCRettungshubschraubers Christophorus 2 kam dem verunglückten Pensionisten zu Hilfe.
Foto: ÖAMTC

Mit einem dramatischen Hilferuf hatte sich die Caritas am Samstagvormittag an die Öffentlichkeit gewandt. Ein 64-jähriger Mann sei aus dem Wohnhaus in Krems abgängig. Die Zeit dränge, denn der Pensionist sei dringend auf seine Medikamente angewiesen.

Schwammerlsucher fand Abgängigen

Vergeblich wurde auf Hinweise aus der Bevölkerung gewartet. Am Vormittag des 3. Oktober, also fast genau 24 Stunden später, kam es schließlich zur lebensrettenden Aktion. Ein Schwammerlsucher (62) aus Krems war kurz nach 8.30 Uhr zu Fuß in Richtung der Riede "Beere" im Imbacher Burgtalgraben aufgebrochen. Plötzlich entdeckte er einen auf dem Weg liegenden Mann. Es sollte sich um den Gesuchten handeln.

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Notarzt für Pensionisten im Einsatz

Der Abgängige war offensichtlich über eine Böschung auf den Weg gestützt und nach der Nacht im Freien nicht mehr ansprechbar. Sofort wurde eine Rettungsaktion in die Wege geleitet, an der neben den Feuerwehren Imbach und Krems auch der Notarzthubschrauber und das Rote Kreuz Krems beteiligt waren. Der Notarzt des Helikopters versorgte den stark unterkühlten und an Unterzucker leidenden Bewusstlosen, mit dem Rettungswagen wurde er wenig später ins Universitätsklinikum Krems gebracht.