Tolle Erhaltung: Burgruine ist Schmuckstück. Der Verein zur Erhaltung der Burgruine Senftenberg hat wahrlich „ganze Arbeit“ geleistet!

Von Christian Leneis. Erstellt am 26. August 2019 (06:36)
Leneis

Ältere Senftenberger erinnern sich an den Zustand der Burgruine Senftenberg in den 1960er-Jahren. Darum wurde vor 52 Jahren der „Verein zur Erhaltung der Burgruine Senftenberg“ gegründet. Zielsetzung war, die Burgruine für die Nachkommen zu erhalten.

Die Burg selbst wurde erstmals 1197 in einer Urkunde genannt, in der ein „Rudegerus de Senftenberc“ als einer der Zeugen genannt wurde. Erbauer waren die „Hochfreien von Lengenbach“, die schon mehrere Burgen in Rehberg errichtet hatten. Im Jahr 1645 – im Zuge des Dreißigjährigen Krieges – wurde die Burg Senftenberg eingenommen und zerstört. Im Lauf der Jahrhunderte verfiel sie immer mehr, erhalten sind heute noch drei Toranlagen, der quadratische Bergfried, eine Schildungsmauer und ein Turm.

Der Verein zur Erhaltung der Burgruine hat die Ruine für 100 Jahre gepachtet und im Lauf vieler Jahre harter Arbeit zu einem Bauwerk mit Leben umfunktioniert. Die ehrenamtlichen Mitglieder kümmern sich nicht nur um die laufende Sanierung des historischen Bauwerks, sondern bieten den Besuchern immer wieder neue Attraktionen, wie beispielsweise am vergangenen Mittwoch bei einer „Vollmondnacht mit Vinyl“.

Alleine in den letzten fünf Jahren hat der Verein mithilfe seiner Veranstaltungen, der Vermietung der Ruine für Feste, mit Mitgliedsbeiträgen, dank Unterstützung einer Stiftung und Spendenaktionen nicht weniger als rund 120.000 Euro in die Erhaltung und auch Verschönerung des Bauwerks investiert. Und ständig sind die Mitglieder gefordert: Laufend ist die Burgruine auf ihre Sicherheit zu überprüfen und natürlich gibt es auch viele kleinere Erhaltungsarbeiten. „Wir dürfen nie nachlassen!“, erzählt Vereinsobmann Walter Dolezal.

Ein Rückschlag war der 20. Juli 2017, als ein Blitz in die westliche Mauer der Burgruine einschlug, diese schwer beschädigte und die gesamte Elektroanlage zerstörte. Dennoch krempelten die Vereinsmitglieder die Ärmel hoch und machten sich ans Werk. Detailinfos unter www.burgruinesenftenberg.at.