Sichere Wege für Radler in drei Gemeinden sind Ziel. Rund 60 Teilnehmer aus den Gemeinden Krems, Mautern und Furth traten am Sonntag kräftig in die Pedale, um ihren Forderungen nach besseren Radwegen zwischen den Orten Nachdruck zu verleihen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. September 2020 (08:22)

Bei der Ausfahrt über rund 25 Kilometer, die der Mobilitätsbeauftragte der Stadtgemeinde Mautern, Martin Hofbauer, gemeinsam mit der Radlobby Krems, vertreten durch Sprecher Gerhard Hanel und Kurt Lenitz, organisiert hatte, ging es einmal mehr um die bessere Verbindung der Orte der drei Gemeinden.

Ausfahrt mit starker Gruppe

Mehr als 60 Teilnehmer – von Kleinkindern in Kindersitzen oder Anhängern bis zu über 80-jährigen Radfahrer – nahmen die Strecke in Angriff, die von Mautern zuerst mit einer kleinen „Bergwertung“ nach Mauternbach führte. Von dort ging es zurück zum Ausgangspunkt und weiter zum Bahnhof Furth-Palt.

Nach der Überquerung der heikelsten Stelle, des Kreisverkehrs an der einstigen „Todeskreuzung“ unweit von Palt, führte die Strecke über Brunnkirchen nach Thallern.

„Brenzlige Stellen“ entschärfen!

Dort wartete der Kremser Stadtrat Martin Sedelmaier, der selbst mitfuhr, mit einer Erfrischung auf. Gerhard Hanel nützte die Gelegenheit, die Forderungen der Radlobby Krems im Zusammenhang mit der besseren Vernetzung der benachbarten Gemeinden in Erinnerung zu rufen. „Es geht darum, die Infrastruktur zu verbessern, damit noch mehr Leute als jetzt mit dem Rad fahren!“ Konkret sprach Hanel „brenzlige Stellen, die Gefahren für Radler darstellen“ an. Dazu zählt zum Beispiel die „Todeskreuzung“, für die eine Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung angedacht wurde. Eine Sicherung der Strecke von Mautern zum nahen Further Bahnhof steht ebenfalls auf der Wunschliste ganz oben.

Radweg über Eisenbahnbrücke?

Aber auch die Idee eines Radweges über die Eisenbahnbrücke (die zwischen den beiden Kremser Donaubrücken liegt) wurde einmal mehr erwähnt. „Die Radlobby ist in der Arbeitsgruppe Alltagsradfahren der Stadt Krems vertreten“, stellte Hanel fest. „Wir bemühen uns um einen Dialog mit der Politik.“ Neben den Stadträten Sedelmaier und Helmut Mayer war seitens der Stadt Krems auch Gemeinderätin Hannelore Rohrhofer mit dabei. Kurios, dass letztere wegen eines Radfahrunfalles (!) aktuell mit Krücken geht und nicht mitradeln konnte.

Lokalpolitiker als Pedalritter

Aus Mautern gesehen waren neben Hofbauer auch die Gemeinderäte Stephan Gruber und Gabriele Swoboda-Dönz, aus Furth-Göttweig waren der Mobilitätsbeauftragte und Gemeinderat Thomas Wolf sowie Mandatar Reinhard Geitzenauer mit in der Schar der Zweirad-Begeisterten. Von den drei Bürgermeistern aus Furth, Krems und Mautern, auf deren Teilnahme viel Hoffnung gelegen war, fand leider niemand Zeit. Dennoch ist die Hoffnung groß, dass die Radler-Forderungen auf offene Ohren stoßen werden.

Besondere Gefährte im Feld

An besonderen Fahrzeugen gesehen wurden unter anderem ein Lastenrad, ein Tandem sowie ein von einem gehandicapten Teilnehmer gesteuertes Spezialrad mit Hand-Antrieb. Mauterns Mobilitätsverantwortlicher Martin Hofbauer brachte im Zuge der Rast bei der Labestelle in Thallern seine Freude darüber zum Ausdruck, dass rund 60 Radfahrer ihr großes Interesse am Thema mit ihrer Teilnahme bekundet hatten. Die abschließende gemeinsame Etappe endete mit einer Einkehr beim Heurigen Schwaighofer in Mautern.