Geschäfte rechnen mit Lockdown 4.0. Die Freude über die Wiedereröffnung mischt sich auch in Krems mit der Sorge eines neuen Lockdowns.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 10. Februar 2021 (04:58)
„Hoffe auf langfristige Öffnung“: Der Kremser Buchhändler Alfred Gausterer hat kein Problem mit der Quadratmeterregelung, hält aber einen baldigen neuen Lockdown für möglich.
Johannes Mayerhofer

„Die Wiedereröffnung ist gut, aber besser wäre es, wenn wir nun langfristig offen halten könnten“, sagt Alfred Gausterer vom Kremser Buchladen Schmidl. So wie viele Bürger sieht jedoch auch er nüchtern die Möglichkeit eines vierten Lockdowns am Horizont.

Was hält Gausterer von der neu festgelegten Regel, dass sich nur noch ein Kunde pro 20, anstatt wie bisher pro 10, Quadratmeter Geschäftsfläche aufhalten darf? „Wir halten diese Regel ein, bei 80 Quadratmetern Fläche stört uns das nicht.“ Die Kunden würden gewöhnlicherweise sowieso tröpfchenweise und nicht in großen Gruppen ins Geschäft kommen. Rund 100 Kunden verzeichne Gausterer an einem normalen Tag.

Ulf Elser, Obmann der Kremser Kaufmannschaft, betrachtet die Wiederöffnung „positiv, aber mit Bauchschmerzen“. Er appelliert an die Vernunft jedes Einzelnen, ansonsten drohe die Gefahr schnell ansteigender Infektionszahlen. Wie viele Friseure und Masseure befürwortet auch er die Zulassung von Schnelltests. Besonders eines ärgere ihn sehr: „Es ist schwer herauszufinden, wo und wann man einen Test machen lassen kann. Ich musste dazu erst bei der Bezirkshauptmannschaft anrufen. Das muss sich verbessern.“