Nahversorger sperrt zu: „Schritt war absehbar“. Die Großmarkt-Konkurrenz ist zu groß: Die Nah-&-Frisch-Filiale in der Mittergasse in Spitz gibt es nur noch bis Jahresende.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 13. Dezember 2019 (05:58)
Mit Jahresende sperrt der Nahversorger in der Mittergasse zu. Kastner macht dafür die übermächtige Konkurrenz verantwortlich.
Johann Lechner

Der Nahversorger in der Mittergasse sperrt mit Jahres ende zu – und damit gibt es eine Einkaufsmöglichkeit im Zentrum weniger, die vor allem von Älteren gerne genutzt wurde. Eine Unterschriftenliste, die mittlerweile kursiert, wird daran wohl nichts ändern. Von den sechs Angestellten werden drei freigestellt, drei in anderen Kastner-Filialen weiterbeschäftigt.

Es seien rein wirtschaftliche Gründe, die diesen Schritt notwendig machten, sagt Christof Kastner, Betreiber des Nah-&-Frisch-Geschäftes. Und der sei absehbar gewesen, nachdem der Spar-Großmarkt an der B 3 durch Unterstützung der Gemeinde (Umwidmung) errichtet worden war.

Die Kaufkraft werde ja nicht größer, als Familienbetrieb bleibe man da auf der Strecke, sieht Kastner die Politik für diese Entwicklung mitverantwortlich. „Natürlich haben wir Spar geholfen, um ihn zu erhalten und den Standort an der Bundesstraße zu ermöglichen. Dieselbe Option hätte natürlich auch Kastner gehabt“, gibt Bürgermeister Andreas Nunzer den Ball zurück.

Seit 1992 besteht das Nah-&-Frisch-Geschäft am Standort Mittergasse (das Haus ist in Kastner-Besitz). Jahrzehntelang gab es ein erfolgreiches Nebeneinander mit dem „kleinen“ Spar-Markt in der Hauptstraße, wo „schon immer“ ein Nahversorger angesiedelt war, den die Familie Schneeweiß dann als Spar-Filiale geführt hat.