Amtsübergabe am Gneixendorfer Flugplatz. Rupert Strasser trat die Nachfolge von Langzeit-Obmann Gert Kuntner am größten Privatflughafen Österreichs an.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. November 2020 (04:58)
Symbolische Übergabe der Obmannschaft beim Union Sportfliegerclub (USFC) Krems: Gert Kuntner (links) mit seinem Nachfolger Rupert Strasser. Kalchhauser
Martin Kalchhauser

Nach 16 Jahren gab der Kremser Gerd Kuntner die Obmannschaft des Union Sportfliegerclubs Krems (USFC) in andere Hände. Dem pensionierten Versicherungsbediensteten folgt der in der Gemeinde Schönbühel-Aggsbach (Bezirk Melk) wohnhafte Rupert Strasser, Ärztlicher Direktor des Klinikums Melk.

140 Personen sind am Flugplatz beschäftigt

Was in Kuntners Amtszeit für Gneixendorf erreicht wurde, kann sich sehen lassen. Unter anderem wurde ein neues Gebäude („Sky Office“) errichtet, welches zwei Flugschulen („Sky Flight Academy“ und „Rotor sky“), den Helikopter Tours Austria und dem Jump Club (Fallschirmspringer) eine neue Heimat bietet.

„Der Standort Flugplatz Krems hat sich durch die Erweiterung von einem reinen sportlichen Zentrum zu einem für die Stadt Krems und die ganze Region wichtigen Wirtschaftsstandort entwickelt“, freut sich Kuntner.

Dass der Kremser ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 2 seit 2015 von hier abhebt, ermöglicht Nachtflüge und entlastet die Anrainer des Kremser Krankenhauses vom Fluglärm. Gemeinsam mit den Wartungsbetrieben, den Hagelfliegern und dem Restaurant Fly sind bis zu 140 Personen am Flugplatz Krems-Gneixendorf beschäftigt.

„Es handelt sich bei uns um ein wachsendes Segment“, weiß Strasser, dass auch auf ihn Herausforderungen zukommen werden: „Die Hangarflächen sind fast schon wieder zu klein.“ Zwei Angestellte hat der 164 Mitglieder starke Verein mittlerweile. Nur mit den ehrenamtlichen Funktionären wäre die Arbeit nicht mehr zu stemmen.

Kein Privatflugplatz Österreichs ist größer

Bei der Gneixendorfer Einrichtung handelt es sich um einen der führenden Privatflugplätze Österreichs und um den größten vereinsgeführten Flugplatz der Alpenrepublik.

Der scheidende Obmann Kuntner wünschte bei der „Amtsübergabe“ seinem Nachfolger viel Glück, er selber wird als „Senior Consultant“ das neue Team aber sicher weiter unterstützen.