Bürgermeister legt Funktion zurück. Nach einem Herzinfarkt ist St. Leonhards Ortschef Hermann Steininger mit 26. August zurückgetreten.

Von Karl Braun. Erstellt am 30. August 2016 (08:35)
Hermann Steininger ist als Bürgermeister zurückgetreten.
NÖN/privat, privat

Mit Freitag, 26. August, 24.00 Uhr, hat Hermann Steininger seinen Rücktritt als Bürgermeister der 1.250 Einwohner zählenden Marktgemeinde St. Leonhard erklärt.

Steininger ging diesen Schritt, nachdem er am 18. Mai einen Herzinfarkt erlitten hatte und ihm auch nach einem Reha-Aufenthalt weitere Schonung auferlegt worden war.

Seit Jänner 2013 im Amt

Der 51-jährige Unternehmer war seit Jänner 2013 im Amt, zuvor war er Vizebürgermeister. In seiner Funktionszeit wurden richtungsweisende und innovative Weichen gestellt. Erst im heurigen Frühjahr wurde im früheren Hauptschulgebäude das neue Gesundheitszentrum, in dem mehrere Ärzte tätig sind, eröffnet.

Auch das Thema Umwelt war für Steininger stets vorrangig: Die Gemeinde hat schon vor drei Jahren ein Elektroauto angekauft und eine Stromtankstelle errichtet. St. Leonhard ist Vorreiter beim Car-Sharing und wurde wiederholt Landessieger als Gemeinde mit den meisten Photovoltaikanlagen.

Im lokalen Bereich konnte beim Schulgebäude ein Mehrzweckplatz geschaffen werden, auch zahlreiche Wegebauprojekte wurden verwirklicht, heuer wurde eine Musikkapelle gegründet, und erst am vergangenen Sonntag war die Eröffnung des neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses in der Kata stralgemeinde Wilhalm.

Neuer Bürgermeister kann auf gutes Team bauen

„Wer sich Gesundheit erfreut, ist reich, ohne es zu wissen“, schreibt Steininger an seine Mitbürger und weiter: „Die Gesundheit ist verflogen, weshalb ich diesen Reichtum wieder suchen muss.“ Daraus folgende Konsequenz: Bei dieser Suche bleibe wenig Zeit für das Bürgermeisteramt.

Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden die Geschäfte von Vizebürgermeister Gerhard Steinböck geführt. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Die Gemeinde ist gut positioniert, ein neuer Bürgermeister kann mit einem guten Team weiterarbeiten.