Fast 900.000 Euro mehr für Krems. Massiv gestiegen sind die Einnahmen aus der Kommunalsteuer. 14,018 Mio. Euro führten die heimischen Unternehmen an die Stadt ab – das ist ein Plus von 6,7 Prozent!

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Februar 2020 (05:21)
Die Einnahmen aus der Kommunalsteuer entwickeln sich prächtig. Von 2018 auf 2019 stiegen sie um 6,7 Prozent auf knapp über 14 Millionen Euro.
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Der Blick in die Buchhaltung sorgt für Freude bei den politisch Verantwortlichen der Stadt Krems: Die Kommunalsteuer hat sich im Jahr 2019 hervorragend entwickelt und ist von 13,141 Millionen auf 14,018 Millionen gestiegen.

Die Steuer, deren Bemessungsgrundlage der Bruttolohn der Arbeitnehmer ist, sprudelte damit 2019 um 877.411 Euro ergiebiger als im Jahr davor. Das bedeutet ein Plus von 6,7 %.

Entwicklung hält aktuell noch weiter an

„Die Wirtschaft floriert. Die meisten Unternehmen leisten eine enorm gute Arbeit“, freut sich Stadtchef Reinhard Resch über das Plus bei den Einnahmen. „Und am erfreulichsten ist, dass wir ein ständiges Wachstum verzeichnen. Die positive Entwicklung ist also noch nicht zu Ende.“ Resch, der in Krems gute Voraussetzungen für wirtschaftlich positive Entwicklungen sieht („Infrastruktur und Lebensqualität für Mitarbeiter sind mitentscheidend!“), kennt einen der Hauptgründe für die Attraktivität der Stadt Krems als Betriebs-(Ansiedelungs-)Gebiet: Die sogenannte Trimodalität der Verkehrsanbindungen (Straße, Bahn, Schiffverkehr) sei ein entscheidender Vorteil.

Leider sei Krems bei den verfügbaren Flächen durch seine geografische Lage ein wenig eingeschränkt. „Es gibt schon noch ein paar freie Flächen, aber große können wir eher nicht mehr bieten.“ Die positive Entwicklung sei unter anderem auch auf vergangene Bemühungen zurückzuführen. So habe Matthias Slatner als „Einzelkämpfer mit viel Engagement“ auch in Wirtschafts-Netzwerken Erfolge für Krems errungen. Für die Zukunft sieht Resch die Akquise neuer Unternehmen im Bereich des Stadtmarketings. „Das ist natürlich auch ein Betätigungsfeld für unseren neuen Stadtmanager Horst Berger.“

Bei detaillierter Betrachtung der Steuer-Statistik (siehe Grafik unten!) fällt auf, dass MSD mit einem (massiven Zuwachs an Dienstnehmern) am stärksten gewachsen ist. Stärkster „Bringer“ ist mit großem Abstand die voestalpine. Ebenfalls erfreulich: Mit IMC, DPU und Landsteiner-Universität liegen drei Unternehmen aus dem Bildungsbereich entweder bei den absoluten Zahlen oder bei den Zuwächsen im Spitzenfeld.

NÖN