Erstellt am 17. November 2014, 08:15

von NÖN Redaktion

Stieger in Haft: Es geht um "reine Vorbeugung". "Dauerhaftes Ignorieren von Vorschriften": Franz Stieger muss nun insgesamt 42 Tage im Gefängnis absitzen.

Franz Stieger  |  NOEN, NÖN-Archiv

Für Franz Stieger kommt es im Moment wirklich „knüppeldick“: Nach der Zwangsversteigerung seiner Villa in Weißenkirchen sitzt er nun bis Weihnachten im Gefängnis, insgesamt 42 Tage.

Die Verhaftung erfolgte am vergangenen Dienstag – und das eher überraschend. Bisher hatte sich Stieger stets mit der Bezahlung ausstehender Strafen „freikaufen“ können. Diesmal erfolgte die Festnahme aber nicht als „Ersatzstrafe“, sondern als reine „Spezialprävention“, also quasi zur Vorbeugung. „Damit Stieger seine Übertretungen beendet“, heißt es.

Protest-Fahrräder entsprechen nicht Straßenverkehrsordnung

Wie berichtet, hat der Kremser bereits Hunderte von Verwaltungsanzeigen am Hals. Ein Großteil der Strafen bezieht sich auf seine „Protest-Fahrräder“ mit aufgesetzten Plakatwänden, mit denen er auf seine Konflikte mit den Behörden aufmerksam macht. Laut Magistrat entsprechen die Fahrräder nicht den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.

Verfahren wegen Stalking

Darüber hinaus hat Stieger auch noch ein Stalking-Verfahren offen. Das Landesgericht Korneuburg hat ihn im Frühjahr zu neun Monaten Freiheitsstrafe, davon drei unbedingt, verurteilt. Weil der Beschuldigte berufen hat, ist das Urteil nicht rechtskräftig.