Führungswechsel: Neuer Chef für die Kremser BH. Der Waidhofner und gebürtige Röschitzer Günter Stöger wird Nachfolger der Bezirkshauptfrau Elfriede Mayerhofer.

Von Franz Aschauer und Martin Kalchhauser. Erstellt am 11. Mai 2021 (16:27)
Elfriede Mayrhofer nimmt nach 23 Jahren als Bezirkshauptfrau in Melk & Krems Abschied, Günter Stöger leitete seit sechs Jahren die BH in Waidhofen an der Thaya und kommt nun nach Krems.
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Günter Stöger wird neuer Bezirkshauptmann von Krems. Das hat die Landesregierung in ihrer Sitzung am 11. Mai beschlossen. Der 47-Jährige übernimmt das Amt am 1. Juli von Elfriede Mayerhofer, die in den Ruhestand tritt.

Günter Stöger leitete seit sechs Jahren die BH in Waidhofen an der Thaya.
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Stöger stammt aus der Gemeinde Röschitz (Bezirk Horn) im westlichen Weinviertel und schloss 1999 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien ab. Erste Erfahrungen im Landesdienst sammelte der leidenschaftliche Blasmusiker bezeichnenderweise an der BH Krems als Verkehrsreferent.

Stöger lebte auch rund zehn Jahre lang in Krems. Nach Stationen als Bezirkshauptmann-Stellvertreter in Wien-Umgebung und Amstetten wurde der Jurist 2015 Bezirkshauptmann von Waidhofen an der Thaya, wo er bis heute auch Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes ist. Stöger ist verheiratet und Vater eines einjährigen Sohnes.

Für seine neue Aufgabe möchte er wieder zurück nach Krems ziehen, erzählt der 47-Jährige im NÖN-Telefonat. „Meine Frau stammt aus Scheibbs, ich aus Röschitz, da liegt Krems gut in der Mitte.“ Mit den regionalen Gegebenheiten ist Stöger vertraut, Teile der Kremser BH-Belegschaft kennt er noch aus seinen beruflichen Anfangsjahren.

Elfriede Mayrhofer: Abschied nach 23 Jahren als Bezirkshauptfrau in Melk & Krems.
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„Ich diene sicher bis zum Schluss“, freut sich Elfriede Mayrhofer nach 23 Jahren als Behördenchefin – 13 Jahre in Melk, zehn in Krems – auf den Ruhestand. „Es war immer klar, dass ich in der Mitte dieses Jahres Abschied nehmen werde.“

Kommt nun Wehmut auf? „Nur, weil ich die Arbeit wirklich gern gemacht habe. Sonst hätte ich schon längst das Handtuch geworfen.“ Es sei aber jetzt einfach „Zeit, das Amt in jüngere Hände zu geben“.