Neuer Wirbel um Stein-Chef. Viel Aufsehen löste ein Antrag der Personalvertretung aus. Nun gibt es erneut Aufregung um Sladek. In „Strandbekleidung“ soll er im Dienst Vorgesetzten gegenübergetreten sein.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 30. August 2016 (08:28)
Generalmajor Bruno Sladek in der im Dienst vorgeschriebenen Uniform.
NOEN, NÖN/Archiv

Fast im Wochentakt gibt es mittlerweile Berichte über Vorfälle in der Justizanstalt Stein. Zumeist darin involviert: Anstaltsleiter Bruno Sladek.

Nachdem erst zuletzt von der Personalvertretung beantragt wurde, „dem Anstaltsleiter eine Hilfskraft beizustellen“, dringen nun Erzählungen über die nächsten Vorfälle aus den dicken Mauern der Justizanstalt.

Legt Wert auf standesgemäße Bekleidung im Dienst: General Josef Schmoll.
NOEN, BMJ

So soll Sladek zwei Mal in „Strandbekleidung“ Vertretern der Justiz-Generaldirektion gegenübergetreten sein, darunter auch General Josef Schmoll. „Er wurde daraufhin natürlich aufgefordert, seiner Uniformierungspflicht nachzukommen. Auch ein Verweis wurde ausgestellt!“, schildert der empörte Personalvertreter Roman Söllner von der FPÖ-nahen Gewerkschaftsfraktion AUF.

„In die Generaldirektion abkommandiert“

Dem Vernehmen nach soll die schriftliche Ermahnung bei Sladek allerdings nicht gefruchtet haben. „Er hält sich weiterhin nicht an die Bekleidungsvorschriften“, behauptet Söllner. Im Vormonat dürfte dem „Häfn-Chef“ dann sein Kleidungsstil erneut zum Verhängnis geworden sein: „Bei einem neuerlichen Besuch von General Schmoll traf er Sladek abermals in kurzer Hose und Hawaii-Hemd an. Daraufhin wurde er zum Rapport in die Generaldirektion bestellt“, berichtet Söllner. Sladek selbst wollte sich auf NÖN-Nachfrage zu keinem dieser Vorfälle äußern.

Im Sommer wohl angenehmer als Uniform: kurze Hose, Shirt und Sandalen.
NOEN, Shutterstock/Symbolbild

Übrigens: Der Antrag der Steiner Personalvertretung wurde mittlerweile vom Zentralausschuss der Personalvertreter abgelehnt. „Sladek ist ein Problemkind für die Steiner Kollegen. Trotzdem sollen sie sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren!“, fordert Zentralausschuss-Vorsitzender Albin Simma von der FCG.