Krems

Erstellt am 30. November 2018, 15:15

von Wolfgang Wallner

Wachaumarathon weicht der Starnacht. 22. Auflage des Laufklassikers muss um eine Woche verschoben werden. Land NÖ unterstützt. Und: Der Wachau-Marathon setzt ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit.

Marathon-Organisator Michael Buchleitner und Bernhard Schröder (Donau Tourismus) bei der Pressekonferenz in Wien.  |  Wolfgang Wallner

Zwei Tourismusmagneten an einem Wochenende? Das wollte man unbedingt vermeiden. Nachdem die „Starnacht in der Wachau“ auf den 20. und 21. September 2019 verlegt worden war, geriet auch der Wachaumarathon unter Zugzwang. Der Laufklassiker geht nun statt am 22. September eine Woche später über die Bühne – also am 29. September 2019.

„Keine leichte Entscheidung, da wir den ursprünglichen Termin ja bereits intensiv beworben haben“, sagt Organisationschef Michael Buchleitner. Aufgrund des wirtschaftlichen Risikos („die Übernachtungskapazitäten wären für beide Event an einem Wochenende nicht vorhanden gewesen“) rutscht man mit dem  Wachau-Marathon eine Woche nach hinten. „Wir freuen uns, dass die Terminkollision vermieden werden konnte“, erklärt Petra Bohuslav, die für Sport und Tourismus zuständige VP-Landesrätin.

Kostenfrage geklärt

„Die durch die Verschiebung entstehenden Kosten werden Land.NÖ bzw Donau-Tourismus abdecken“, ergänzt Bernhard Schröder, der Geschäftsführer der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH. „Beide Veranstaltungen sind absolute Highlights im Herbst. Beide Events sollen unsere Gäste ungestört genießen können.“ Übrigens: Am 1. Dezember startet die Anmeldung für den Wachau-Marathon.

Mit gutem Gewissen

Buchleitner & Co. können mit weiteren Neuerungen aufwarten. Ab 2019 wird’s keine Goodiebags und Regenponchos aus Plastik mehr geben. Schon vor einigen Jahren mussten an den Versorgungsstationen die Plastikbecher umweltfreundlicheren Pappmodellen weichen. „Als Laufveranstalter wollen wir step by step unseren ökologischen Fußabdruck verbessern“, sagt Buchleitner.

Sackerln und Regenponchos werden ab 2019 aus europäische Maisstärke bestehen, die zu 100 Prozent binnen weniger Wochen biologisch abbaubar ist. Die Produkte sind zwar teurer als herkömmliche Plastikversionen, dafür aber umweltfreundlich. „Wenn sich diese Lösung bewährt, werden andere Veranstalter bald nachziehen“, hofft Buchleitner, dass sich der Trend zum Laufen mit gutem Gewissen fortsetzt.

Vieles neu in der Wachau

Der Wachau-Marathon bietet im kommenden Jahr zudem einen kompletten Versicherungsschutz für Läufer, der Risiko wie Absage, Storno aufgrund einer Erkrankung wie auch einen speziellen Sportunfall-Schutz für den Wettkampftag offeriert. Die Versicherung ist im Startpreis inkludiert, kann jedoch per Opt-out-Möglichkeit einfach „weggeklickt“ werden.

Im Umgang mit sensiblen Daten geht man in der Wachau den nächsten Schritt, verzichtet bei der Anmeldung auf die Speicherung von Gesundheitsdaten.

Die Terminkollision war bereits 2017 ein Thema, wir hatten berichtet: