"Teurer Maibaum" aus Mautern für Landhausviertel. Traditionspflege der Mauterner in St. Pölten kam gut an. Stadtchef Heinrich Brustbauer verknüpfte Geschenk für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit der eindringlichen Bitte um Unterstützung bei Feuerwehrhaus-Projekt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 01. Mai 2019 (22:01)

Dass "die Mauterner der Landeshauptfrau einen Baum aufstellen" könnte man missverstehen. Fakt war, dass am Nachmittag des 30. April eine starke Abordnung der Stadtgemeinde, die mit mehreren Bussen angereist war, ein besonderes Geschenk im Gepäck hatte. Denn der stattliche Maibaum, der jetzt beim Tor zum Landhaus im Norden des Landhausviertels steht, wurde von der Wachaugemeinde überbracht.

Hilfe bei FF-Haus-Bau erbeten

Bei der Begrüßung formulierte Bürgermeister Heinrich Brustbauer einen dringenden Wunsch an das Land. Man brauche finanzielle Unterstützung bei der Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses, das vor allem im Hinblick auf die mitgliederstarke Jugendfeuerwehr ein dringliches Anliegen sei.

Landeschefin am Akkuschrauber

Im Anschluss an die Aufstellung des Maibaums, den die Feuerwehr des NÖ Landhauses durchführte, fixierte Mikl-Leitner, assistiert von ihrem Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landtagspräsident Karl Wilfing und Bürgermeister Brustbauer, persönlich mit einem Akkuschrauber das Schild mit dem Spruch "Ein dreifaches Hoch unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner!"

"Charmanten Antrag" gehört

Danach nützte sie ihre Ansprache für launige Bemerkungen zum Ansinnen der Mauterner. "Noch nie hat wer so charmant einen Antrag gestellt wie euer Bürgermeister heute", merkte sie an. Und erinnerte sich an einen vergangenen Besuch in der Römerstadt: "Damals wurde die Römerhalle eröffnet, aber als ich dort war, habe ich erst erfahren, dass sie noch gar nicht fertig finanziert ist."

 

"Dieser Maibaum wird teuer!"

"Ich habe habe gedacht, die schöne Gemeinde Mautern hat schon alles. Aber das war ein Irrtum, und dieser Maibaum wird teuer!", scherzte Mikl-Leitner und verwies Brustbauer und seine Mandatare zugleich an ihren für die Feuerwehren zuständigen Stellvertreter Pernkopf. Die sehr sympathische Visitenkarten Mauterns in der Landeshauptstadt gestaltenen bei der Feier die Volksschulkinder mit, die ebenso mit ihrem Gesang beeindruckten wie der Männergesangverein unter Walter Aigner und die Trachtenkapelle Mautern, bei der Benjamin Schwarz den Takt vorgab.

Auftritt erzeugte Sympathien

Natürlich fehlte auch Mauterner Wein und Marillenschnaps nicht beim Gastspiel in St. Pölten. Das Geschehen verfolgten unter vielen anderen auch die 3. Landtagspräsidentin Karin Renner, Mauterns Stadtpfarrer Pater Clemens Reischl, Landtagsabgeordneter Josef Edlinger und Vizebürgermeister Thomas Svejda sowie sein St. Pöltner Amtskollege Matthias Adl.. Für optisches Aufsehen sorgten bei den Gästen die ob ihrer Kleidung beeindruckenden Vertreter des Wachauer Goldhaubenmuseums um Werner und Elfriede Kristament.