Im Kremser Stadtgebiet auf Taube geschossen. Anrainerin entdeckte von Projektilen eines Luftdruckgewehrs durchlöcherten Vogel.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 22. Oktober 2019 (03:58)
Aschauer, privat
Der Kirchturm in Landersdorf ist ein Taubenhort.

Der Kirchturm im Kremser Stadtteil Landersdorf ist ein Taubenhort. Dutzende der Vögel sitzen untertags auf den Fenster- und Dachvorsprüngen, es herrscht ein reges Geflatter und Gegurre.

Am Freitag, dem 11. Oktober, dürfte einem Tierhasser die Taubenversammlung gegen den Strich gegangen sein. Eine Anrainerin, die in unmittelbarer Umgebung der Kirche wohnt, entdeckte in ihrer Einfahrt zwei verletzte Tauben. Bei einer war der Flügel gebrochen, die andere war von zwei Projektilen durchbohrt.

Bei zweiter Taube war der Flügel gebrochen

Die Frau hat Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt zumindest in einem Fall wegen Tierquälerei. Bei der Taube mit dem gebrochenen Flügel kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass auch auf sie geschossen wurde. „Es spricht einiges für einen Flugfehler“, glaubt Tierarzt Ingo Mai aus Gföhl, der beide Vögel behandelte, an ein Eigenverschulden.

Aschauer, privat
Die Taube wurde im Brustbereich und am Flügel getroffen.

Das andere Tier sei von zwei Diabolo-Geschossen eines Luftdruckgewehrs am Flügel und im Brustbereich getroffen worden. Die Projektile bleiben im Körper, eine Entfernung wäre laut Mai zu riskant. Fliegen wird die Taube voraussichtlich nicht mehr können. Sie befindet sich derzeit in der Wildtierpflegestation von Karin Brunner in Gföhl.

Eine Vermutung, wer auf das Tier geschossen haben könnte, hat die besorgte Anrainerin aus Landersdorf nicht. „Von den Nachbarn kann es niemand gewesen sein“, sagt sie. Das größte Problem sei jedenfalls, dass jemand „mitten im Ortsgebiet herumballert“.