Tier eingesperrt: Verfahren gegen Kremser Hundehalterin. Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tierquälerei. Hund nach wie vor in Obhut der Frau.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 04. September 2019 (05:05)
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Symbolbild

Jener Kremserin, die ihren Hund bei offenem Fenster oft stundenlang eingesperrt haben soll (die NÖN berichtete, siehe hier und unten), droht jetzt Ungemach. Gegen die Frau läuft mittlerweile nämlich nicht nur ein Verwaltungsstrafverfahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen des Verdachts der vorsätzlichen Tierquälerei.

Amtstierarzt: „Da gibt es absolut keine Toleranz bei mir“

Amtstierarzt Michael Oppitz leitete die Aktivitäten in die Wege. „Für so eine Tierhaltung gibt es absolut keine Toleranz bei mir.“ Er sei bereits selber „auf Streife“ vor der Wohnung der Frau gewesen, einen Hund im Auto habe er aber nicht gesehen. Deswegen sei es auch nicht möglich, der Frau das Tier sofort abzunehmen. Bei den Ermittlungen gebe es mehrere Komponenten zu beachten, sagt Oppitz. „Wenn der Transport von Hunden im Auto unterbrochen ist, kommt es darauf an, für wie lange.“

Kurz einkaufen zu gehen und den Hund bei offenem Fenster im Auto zu lassen, sei kein Problem. „Es ist natürlich nicht zu rechtfertigen, wenn das Tier über längere Zeit im Auto verharren muss.“ Sollte das Fahrzeug zu Hause abgestellt sein und der Hund – auch über die Nacht – drinnen bleiben müssen, so wie von einem Nachbarn geschildert, sei das natürlich kein Transport.

Das Gerücht, die Frau lasse ihren Hund immer wieder angebunden über Stunden in der Au zurück, macht Oppitz fassungslos: „Das wäre eine außerordentliche Tierquälerei.“ Sein Appell an potenzielle Zeugen: „Sofort der Polizei melden!“