1.000 Kastrationen und das Stadtwappen: Kremser geehrt. Kastrieren als einzige Chance für weniger Tierleid. Die bulgarische Stadt Breznik ehrte den Kammerner Tom Putzgruber für sein Engagement.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 17. November 2019 (07:07)
Thomas Putzgruber sah in Bulgarien viel Tierleid.
privat

Hundebabys, so weit das Auge reicht. „Man müsste jeden Tag ein paar zu sich mitnehmen, nur um morgen wieder vor der gleichen Situation zu stehen. Es ist ein Fass ohne Boden und eine pure Belastung für empathische Menschen.“

Ein Tierhasser fügte dem Welpen diese Verletzung zu.
privat

Der Kammerner Tierschützer Thomas Putzgruber weiß nicht erst seit seinem neunten Einsatz in Bulgarien, von dem er kürzlich zurückkehrte, dass Kastrationen die einzige Chance für weniger Tierleid sind. Alleine 102 davon führten seine Mitstreiter und er dieser Tage in der Kleinstadt Breznik durch, über die Jahre waren es insgesamt schon rund 1.000. Ein Engagement, das die Stadt mit der Verleihung des Stadtwappens würdigte.

Eine Ehre, die in Anbetracht des Tierleids, das Putzgruber auch dieses Mal wieder miterleben musste, schnell verblasste. Tierhasser gibt es in Bulgarien zuhauf. Eine befreundete Tierschützerin fand einen Welpen, dessen Bein bis zum Knochen abgeschält wurde. Einem zweiten Jungtier war der Kopf abgetrennt worden. Schreckliche Bilder, die sich in Putzgruber eingebrannt haben. „Es sind so viele Tragödien. Und von vielen wird nie jemand erfahren.“

Dabei sind Hunde nicht einmal die einzigen Tiere, um die sich Putzgruber in Bulgarien kümmert. Als Obmann des Vereins „RespekTiere“ unterstützt der Kammerner auch „Katzenfrau“ Tzenka mit monatlich 200 Euro. „Sie muss 60 Katzen versorgen, ohne ,RespekTiere‘ wäre das unmöglich“, erzählt Putzgruber.