Tierheim Krems baut Gemüsegarten. Garten soll Gemüse und Kräuter für Kaninchen liefern. Sachspenden und Hilfe gefragt.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 18. Juli 2020 (05:33)
„Ein Therapiegarten für Hunde existiert bereits, nun soll ein Gemüse- und Kräutergarten für Kaninchen folgen“: Tierheimmitarbeiterin Patricia Schmöger mit dem jungen Vierbeiner „Duke“.
Johannes Mayerhofer

Ambitionierte botanische Pläne werden derzeit im Tierheim Krems geschmiedet. Auf bislang ungenutzten Wiesen- und Grünflächen soll ein Gemüse- und Kräutergarten sowie eine Schmetterlingswiese entstehen. „Davon sollen Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten profitieren. Der Garten soll unseren Kaninchen zugutekommen“, erklärt Petra Deisenberger vom Tierheim Krems.

Zahl der Kaninchen steigt im Sommer an

Da man den Nagern keine Körner und Pellets füttere, werden Gemüse und Kräuter benötigt. „In der warmen Jahreszeit steigt die Zahl der Kaninchen in unserer Obhut. Da ist der Bedarf dann groß“, so Tierheimmitarbeiterin Patricia Schmöger. Wenn Kaninchen im Frühling und Sommer von Privaten in Außengehegen gehalten werden, komme es oft zu – erfolgreichen – „Ausbruchsversuchen“.

Um die Gartenpläne umsetzen zu können, benötigt das Tierheim Hilfe von außen. Deisenberger: „Der Garten soll ein Hochbeet haben. Ein solches würden wir dankend als Spende entgegennehmen, uns aber auch über Paletten freuen, um selber eines bauen zu können. Dann brauchen wir nur mehr das Know-How.“ Weiters sei ein Nützlingshotel geplant. Das Spektrum an Gemüse- und Kräuterarten soll breit ausfallen. So bittet das Tierheim unter anderem um Samen und Pflanzen für Pfefferminze, Kamille, Melisse, Gurken, Paprika, Zucchini und vieles mehr. Einige Sachspenden seien schon gesichert: So habe Erlebnisgärtner Reinhard Kittenberger Behälter, Erden und Samen zugesagt.

Der Garten soll von den Weingärten abgeschirmt sein, um nicht mit Pestiziden belastet zu werden. „Wir wollen Bio-Dünger heranziehen, etwa Pferdemist.“ Auch Hasen oder Kaninchen selbst „sollen diesbezüglich bitteschön etwas beitragen“, scherzt Deisenberger.