Todesopfer am Kremser Kuhberg unvergessen

Erstellt am 11. August 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Gedenkfeier auf der Schwarzalm: Oberst Georg Härtinger, Pionierbund-Chef Rupert Stöller, Militärpfarrer Oliver Hartl, Stadtvize Eva Hollerer und Oberst Franz Langthaler (v. l.).
Foto: Chris Leneis
Zum Gedenken an drei im Jahr 1971 verunglückte Soldaten errichtetes Kreuz erneuert und gesegnet.
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Auf dem Kremser Kuhberg (im Bereich der Schwarzalm) verunglückte am 19. Juli 1972 ein Bundesheer-Lkw mit 13 Soldaten. Der Dreiachser stürzte über eine drei Meter hohe Böschung. Mehrere junge Männer wurden bei dem Unfall zum Teil schwer verletzt. Für drei Kameraden, Johann Daxböck (18) aus Annaberg, Franz Haider (19) aus Marbach und Leopold Simon (23) aus Oberwölbling – Letzterer war verheiratet und Vater zweier Kinder –, kam aber sogar jede Hilfe zu spät …

Anlässlich der 50-jährigen Wiederkehr des Ereignisses fand eine Gedenkfeier direkt am Ort des Geschehens statt. Das Kreuz, das Kollegen der damals getöteten Soldaten errichtet hatten und das „in die Jahre gekommen“ war, war zuvor durch den Pionierbund Krems-Mautern neu errichtet worden. Es wurde im Rahmen einer feierlichen militärischen Zeremonie gesegnet. Neben Vertretern aus Bundesheer und Lokalpolitik begrüßte Pionierbund-Obmann Rupert Stöller zu diesem Anlass auch Familienmitglieder der 1972 getöteten Soldaten und auch einige Verletzte, die sich damals auf der Ladefläche des Lastwagens befunden hatten.

„Wir haben hier eine würdige Gedenkstätte geschaffen“, gab Stöller seiner Freude über das neue Kreuz Ausdruck. „An dieser Stelle können die Angehörigen der damals getöteten und zu Schaden gekommenen Soldaten nach 50 Jahren ihren Frieden finden.“ Militärpfarrer Oliver Hartl erbat den Segen für die erneuerte Gedenkstätte und die Angehörigen der verunglückten Männer.

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