Wissenschaftspreis für Kremser Oberarzt Klaus Podar

Den Würdigungspreis des Landes NÖ für Wissenschaft wurde an den Arzt Klaus Podar, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin am Universitätsklinikum Krems, verliehen. Krebspatienten können von seiner Forschung profitieren.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 16:31
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Die Historikerin Huberta Weigl (eine weitere Wissenschaftspreisträgerin) und der Mediziner und Forscher Klaus Podar bei der Verleihung des Wissenschaftspreises durch Landesrat Jochen Danninger.
Foto: NLK/Johann Pfeiffer

Privatdozent Klaus Podar, Oberarzt der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 2 am Universitätsklinikum Krems, erhielt dieses Jahr den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Wissenschaft. Podarist neben seiner Tätigkeit im Krankenhaus Leiter der Molekularen Onkologie und Hämatologie an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften.

Tumorpatienten profitieren von Arbeit

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Privatdozent Klaus Podar: Ergebnisse seiner Arbeit können das Schicksal von Tumorpatienten weltweit positiv beeinflussen.
Karl Landsteiner Privatuniversität/Klaus Ranger

Überzeugt von der einzigartigen Chance, am weiteren Ausbau eines onkologischen Spitzenzentrums in Niederösterreich mit enger Vernetzung von Klinik, Forschung, und Lehre mitwirken zu können, arbeitet er mit seinem Teams an der Identifizierung neuer molekularer Angriffspunkte und der darauf basierenden Entwicklung neuer Substanzen und innovativer Therapiestrategien zum Nutzen von Tumorpatienten. 

Erfolgreich gegen bösartige Zellen 

Exemplarisch konnten Podar und seine Arbeitsgruppe kürzlich zeigen, dass der Transkriptionsfaktor "JunB" eine wichtige Rolle bei der Knochenmarksangiogenese des Multiplen Myeloms (einer Krebsart, Anm.) spielt. Die Blockade von JunB hat folglich verhindert, dass Blutgefäße in Richtung von Tumorzellen wachsen und diese mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Dies hat letztendlich zu deren - erwünschtem - Absterben beigetragen.

Preis als Anerkennung für Team

„Über die Zuerkennung dieses Preises“ sagt der Mediziner, „freue ich mich vor allem im Namen meiner Mitarbeiter und Kollegen, da damit die (Weiter-)Entwicklung der translationalen Forschung und Innovation im Bereich der Onkologie und Hämatologie in Niederösterreich Anerkennung findet.“ Mit der Forschungsinitiative „ACCESS POINT für Onkologische Grundlagenforschung" (APOG- NO) zur Vernetzung von herausragenden niederösterreichischen Forschungskapazitäten, die Podar koordiniert, wird bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung gesetzt. 

Verbesserungen helfen weltweit

Weitere Programme, beispielsweise zur Tumor-Immunologie und Zellbiologie sind in Planung, um so die Erforschung von Krebserkrankungen weiter zu forcieren. „Die Klinikleitung gratuliert anlässlich der Zuerkennung des Würdigungspreises des Landes Niederösterreich für Wissenschaft. Als Universitätsklinikum tragen wir mit stetiger Forschung maßgeblich zum medizinischen Fortschritt bei.“, freut sich der ärztliche Direktor des Kliniums Krems, Heinz Jünger. „Um eine qualitativ hochwertige Versorgung langfristig aufrecht zu erhalten, ist wissenschaftliche Forschung ein essenzieller Faktor. Forschungsarbeit aus Niederösterreich trägt so auch international zur verbesserten Versorgung von Patienten bei."