Über 1.000 Akteure machten Kremser Bezirksfest zum Erfolg

Erstellt am 27. Juni 2022 | 06:29
Lesezeit: 10 Min
War das eine Geburtstagsfeier! Zum "Hunderter" des Landes gab es am Dominikanerlatz ein gelungenes Fest mit viel Kultur. Der Bezirk Krems zeigte sich als bunte Gemeinschaft mit enorm viel ehrenamtlichem Engagement.
Werbung

Trotz einiger Regetropfen war der Samstag (25. Juni) mit einem tollen Kulturprogramm, das rund 4.000 Besucher anlockte, bereits ein gelungener Auftakt zur "Geburtstagsfeier" des Landes NÖ. Bei Kaiserwetter setzte der Sonntag (26. Juni) dann aber sogar noch eins drauf: Rund 6.000 Besucher bevölkerten den Dominikanerplatz. Man blickte ausschließlich in freudige Gesichter.

"Ganz Niederösterreich als Bühne"

Dem Dürnsteiner Bläsersextett war es am Samstag vorbehalten, das Kulturprogramm auf der Festbühne zu eröffnen. "Es geht uns gut in Niederösterreich", stellte Landesrat Ludwig Schleritzko bei der Eröffnung fest. "Das ist ein Grund zum Feiern und ganz Niederösterreich zur Bühne zu machen." Zahlreiche weitere Darbietungen unterhielten Zuhörer und Zuseher den ganzen Tag über, darunter die entzückenden Nachwuchs-Volkstänzer aus Abrechtsberg - so wie die "Großen" vom Original Willi Mladek auf der "Quetsch'n" begleitet - oder Ensembles wie die Gruppe "Smaragd", das aus Lehrern der Musikschule Wachau besteht, und die Jagdhornbläser Kamptal-Wagram.

Landesjugendchor als Highlight

Ein heftig akklamiertes Highlight des Kulturprogramms war der Auftritt des Landesjugendchores unter Oliver Stech. Der hochkarätige Projektchor trat auch gemeinsam mit dem Kremser BORG-Chor (Agnes Frittum) auf und sorgte mit dem "Erlkönig" für Gänsehaut in der Zuhörerschar. Auf dem Körnermarkt gab es Informationen und zahlreiche Geschenke an den Ständen der Landwirtschaftsammer und bei Tut Gut. Für Kinder hatten AK und ÖGB gemeinsam mit den Kinderfreunden Spiele vorbereitet und eine Schminkstation eingerichtet.

Vielfalt der Region aufgezeigt

"Die Bezirksfeste sind auch Ausdruck der Wertschätzung für alles, was in den Regionen geleistet wird", meinte Landesrat Martin Eichtinger bei seinem Besuch am Nachmittag. "Sie zeigen die Vielfalt des Landes und seiner Menschen"; hatte Eichtinger auch Lob für ehrenamtliches Engagement der vielen Darsteller übrig. Der Abend, an dem es am Dominikanerplatz regelrecht "wulte", gehörte auch der Jugend. So sang sich Marcharie (Martina Stummer) mit großartigen Darbietungen in die Herzen vieler Menschen.

Viel Blaulicht am Pfarrplatz

Für jung und alt eine Attraktion war die Schau der Blaulichtorganisationen auf dem Pfarrplatz, wo Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei, Bundesheer und Zivilschutzverband auf die Besucher warteten. Probesitzen auf dem Rotkreuz-Motorrad warn ebenso gefragt wie die "Eroberung" eines Polizei-Fahrzeugs oder Fahrten mit der Drehleiter der FF Krems. Für die Verpflegung der Mitfeiernden sorgten das Bundesheer Mautern mit der "Gulaschkanone" sowie das Hofbräu am Steinertor. Bei der längsten Weinbar des Landes NÖ gab es Top-Weine aus Kremstal, Kamptal und Wachau zu verkosten.

Start mit Messe & Frühschoppen

Mit einem ökumenischen, vom Chorus Musica Sacra (Ronald Peter) musikalisch gestalteten Gottesdienst begann der (brütend heiße) Sonntag. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister war hier ebenso zu Gast wie beim nachfolgenden Bürgermeistertreffen, das nahtlos in den von der Stadtkapelle Krems (Peter A. Surböck) gestalteten Frühschoppen überging. Der Zweite Landtagspräsident Karl Moser gab dem Fest am zweiten Tag ebenso die Ehre wie Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, Landesrat Gottfried Waldhäusl und Bundesrätin Doris Berger-Grabner. Sie allen wünschten dem Land NÖ im Interview mit dem an beiden Tagen pausenlos als "Marathon-Moderator" im Einsatz stehende Stadtmarketing-Chef Horst Berger noch viele weitere gute Jahre und sprachen den Ehrenamtlichen Dank für ihren unschätzbaren Einsatz aus.

Starkes Zeichen der Blasmusik

Zehn Kapellen (mit Musikern aus 15 Klangkörpern) der Bezirksarbeitsgemeinschaft (BAG) Krems marschierten am Nachmittag von West und Ost auf dem Dominikanerplatz ein. Im Anschluss gab es eine imposante Darbietung von rund 300 Musikantinnen und Musikanten, die Bezirkskapellmeister Martin Stöger dirigierte, wobei er auch die Gäste zum Mitsingen animieren konnte. So wie alle anderen kulturellen Darbietungen fand dieses Großkonzert hohes Lob von Volkskultur-Chefin Dorli Draxler, deren Team gemeinsam mit den Kremser Organisatoren um Stadtamtsdirektor Karl Hallbauer ganze Arbeit geleistet hatte.

Begeisterung über bunten Umzug

Für viele Gäste, darunter Bezirkshauptmann Günter Stöger, Landtagsabgeordneten Josef Edlinger und die Kremser Vizebürgermeisterin Eva Hollerer (die alle von Anfang bis zum Ende dabei waren), war der Umzug mit Wagen aus allen 30 Landgemeinden und der Stadt Krems, der sich von der Wienerbrücke durch die Landstraße und den den Körnermarkt auf den Dominikanerplatz zog, das Highlight des Tages. Die Ehrengäste wurden in einem Oldtimer-Mannschaftstransportwagen der Gendarmerie aus 1949 chauffiert. Die zahlreichen, teils aufwändig gestalteten Wagen machten sympathische Werbung für die unzähligen Attraktionen in den verschiedenen Kommunen. Gemütlich klang der Sonntag am Abend mit zahlreichen spontanen Aktionen der anwesenden Blasmusiker aus.

Weiterlesen nach der Werbung

Umfrage beendet

  • Lebenswertes NÖ: Wie bewertet ihr die Lebensqualität im Bundesland?