FF Gföhl immer voran

Erstellt am 19. Juni 2022 | 05:20
Lesezeit: 3 Min
Die FF Gföhl zählt seit über 150 Jahren zu den Institutionen, die die Entwicklung der Region begleitet haben und mit dem Aufgabenbereich mitgewachsen sind.
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Die FF Gföhl ist die älteste Wehr im Abschnitt und wurde im Spätsommer 1868 von Bürgermeister Franz Lechner auf Anregung des Notars Josef Pollhammer als „Turnfeuerwehr-Verein Gföhl“ gegründet. Pollhammer, Mitbegründer der Sparkasse Gföhl und später Notar in Krems, fungierte bis 1873 als erster Oberlöschmeister (heute: Kommandant).

Die bescheidene Ausrüstung bestand aus zwei Spritzen, sechs Feuereimern, zwei Wasserwägen, zwei Wasserladen, vier Leitern und einem Wasserbottich. Erst 1898 wurde das erste Feuerwehrhaus in der Jaidhofergasse fertiggestellt und bezogen. Die Übergabe sollte am 11. September 1898 gemeinsam mit dem 30-jährigen Bestandsjubiläum und dem 50-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. gefeiert werden – dazu sollte es aber nicht kommen, da Kaiserin Elisabeth am Tag davor in Genf ermordet wurde. Sämtliche Feiern wurden abgesagt …

Die Ausrüstung wuchs mit den Aufgaben: 1898 wurde eine elf Meter hohe Schubleiter angekauft, 1920 erhielt die FF eine Motorspritze der Marke „Kernreuther“. Letztere war bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Verwendung. Ein nach dem Krieg zurückgebliebenes Wehrmachtsauto wurde in Eigenregie umgebaut. Der legendäre „Phänomen Granit“ sollte die Wege der FF Gföhl lange Zeit begleiten.

Erstes Tanklöschfahrzeug kam bereits im Jahr 1963

Mit dem 1963 angekauften ersten Tanklöschfahrzeug 2.000 (Steyr 586), das damals zwischen Krems, Zwettl und Horn das einzige Tanklöschfahrzeug war,  nahm die Modernisierung der Gföhler Feuerwehr ihren Lauf.

1973 fand das erste Landestreffen der NÖ Feuerwehrjugend in Gföhl statt, 1993 übersiedelte die FF in ihr heutiges Zuhause in der Bergstraße. Die FF Gföhl verfügt heute über fünf Fahrzeuge: eine Drehleiter, ein Hilfeleistungsfahrzeug HLFA 4.000, ein Rüstlöschfahrzeug RLFA 2.000, ein Kleinlöschfahrzeug sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug.

Die Gföhler Florianis waren aber nicht nur bei Brandnotfällen oder Unfällen im Einsatz: Als 1931 der Jugendbund der FF die Musikinstrumente überließ, wurde eine Feuerwehrmusikkapelle gegründet und zum 20-jährigen Bestehen zur „Bezirksfeuerwehrkapelle Gföhl“ ernannt. Bis zur Gründung der Trachtenmusikkapelle 1977 (heute: Musikverein Gföhl) rückte man als „Abschnittsfeuerwehrkapelle“ zur Musik noch in Feuerwehruniform aus.

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