Felssturz auf B38: Kosten um 60.000 Euro. Um Verkehr auf der B 38 zu sichern, beweisen Straßenmeisterei-Mitarbeiter Bergsteiger-Qualitäten.

Von Karin Pollak. Erstellt am 27. Februar 2019 (05:28)
Straßenmeisterei Allentsteig
Rund 120 Tonnen lockere Steine wurden bereits von der neuralgischen Stelle weggebracht. In wenigen Tagen soll die wichtige Verbindung wieder frei sein.

Der massive Steinschlag vom sogenannten „Hausberg“ ist der Grund für die vermutlich noch bis 28. Februar andauernde Sperre der Bundesstraße 38 im Bereich Rastenfeld und Peygarten in Richtung Horn. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Allentsteig sind derzeit mit der Entfernung der lockeren Felsen auf diesem Berg beschäftigt. Dazu sind sie mit Bergsteigerausrüstungen gesichert. Alleine die Materialkosten werden um die 60.000 Euro ausmachen.

„Frost-Tau-Einwirkung“ führte zu Felssturz

Laut Straßenmeister Franz Edinger ist die „Frost-Tau-Einwirkung“ schuld an diesen Felsabbrüchen. „Anfangs haben wir die abgestürzten Felsen weggebracht und die Fahrbahn mit rund 80 Zentimeter hohen Betonleitwänden gesichert. Aber nachdem wieder ein rund eine Tonne schwerer Felsen vom Hausberg gestützt ist und dieser wiederum die B 38 blockiert hat, war eine Straßensperre notwendig“, so Edinger.

Straßenmeisterei Allentsteig
Mitarbeiter der Straßenmeisterei Allentsteig sind derzeit im Bereich des Felssturzes als „Bergsteiger“ unterwegs. Fotos: Straßenmeisterei Allentsteig

Mittlerweile wurden bereits rund 120 Tonnen lockere Steine von den Straßenwärtern händisch vom Berg abgeklopft und weggebracht. Ein Geologe des Landes wird danach den Hausberg begutachten.

Sollte diese Überprüfung positiv ausgehen, dann kann die B 38 in diesem Bereich am 28. Februar wieder für den Verkehr freigegeben werden. Abschließend wird ein neues Stahlgeflecht auf einer Fläche von rund 5.500 Quadratmetern über die Felsen gespannt. „Dazu wird keine Sperre notwendig sein“, so Edinger.

Die Umleitung erfolgt von Horn nach Zwettl über Vitis. Innerhalb von Neupölla wird über die B 32 (Wegscheid, Thurnberg, Idolsberg, Jaidhof) umgeleitet. Eine sehr kurvenreiche Umfahrung besteht über die „Seestraße“, die über Franzen, Krumau und Peygarten führt. Nur Linienbusse dürfen derzeit „kontrolliert“ passieren.