Auffahrt zu Stift Göttweig soll „aufblühen“. 4,4 Hektar großes Areal wird nach historischem Vorbild aus dem 19. Jahrhundert wieder zum Weingarten.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:02)
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Der Plan für eine optisch ansprechende Gestaltung der Auffahrt auf den Göttweiger Berg (im Hintergrund) soll ab August umgesetzt werden: Weingut Stift Göttweig-Standortleiter Peter Rethaller, Geschäftsführer Fritz Miesbauer, Kämmerer Pater Maurus Kocher und die für Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus Verantwortliche Eveline Gruber (v. l.) freuen sich darauf.
Martin Kalchhauser

Eher unansehnlich, jedenfalls aber nicht attraktiv ist die Auffahrt zum Benediktinerstift Göttweig derzeit. Unmittelbar nach der Abfahrt von der Landesstraße 100, wo vor mehreren Jahren einmal eine Christbaumkultur stand, empfängt den Gast Brachland (Ackerbaugebiet). Doch das soll schon sehr bald anders werden.

Die Überlegung zum Projekt hieß: Was verbindet man mit dem Stift außer dem Wald? Die Antwort: den Wein! Das Weingut des Stiftes fungiert daher als Projektträger eines Planes, der den Eingangs- oder besser Einfahrtbereich des Stiftes im wahrsten Sinne des Wortes „aufblühen“ lassen wird. Wie Geschäftsführer Fritz Miesbauer, seit 2006 hier tätig, erläutert, sollen dort Weingärten ihren Platz finden. „Die gab es dort früher schon einmal. Schon 1821 wurde bei der Auffahrt ein Weingarten mit dem Namen ,Kirschleiten‘ angeführt.“

Weingartenterrassen als optische Aufwertung

Jetzt soll der Bereich optisch attraktiviert, mit teilweise terrassierten Rebzeilen gestaltet werden, „damit Besucher einen stimmigen Eindruck der Jahrhunderte alten Tradition des Weinbaus rund um den Göttweiger Berg erhalten“.

4,4 Hektar umfasst das Areal, das bepflanzt werden soll. Ab August werden die Bagger auffahren. Ein entsprechendes Naturschutzverfahren wurde bereits positiv abgewickelt. Das Setzen der Reben ist dann für 2023 geplant, wobei in Randbereichen zusätzliche Bäume (Kirschen, Marillen, Weingartenpfirsiche) geplant sind und das Gebiet weiter aufwerten werden.

„Damit wird das aktuelle Ackerland in einigen Jahren zu einem blühenden Erscheinungsbild“, sind sich Miesbauer, sein Standortleiter im Stift, Peter Rethaller, und Stiftskämmerer Pater Maurus Kocher einig. Für den für die Weingärten zuständigen Praktiker Rethaller ist wichtig, dass nicht nur die Optik stimmt, sondern die Weingärten ebenso „eine zeitgemäße Bearbeitung“ erlauben.

Rund 300.000 Euro lässt sich das Stift die Maßnahmen kosten, die als vernünftige Lösung im Sinne eines schönen Entrées erscheinen. Miesbauer: „Das ist auf jeden Fall ein Projekt für nächste Generationen!“