Arche Noah in Not: Mitarbeiter gekündigt. Alle Arche-Noah-GmbH-Mitarbeiter betroffen. Der Verein Arche Noah widmet sich weiterhin der Biopflanzen-Vielfalt.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 10. Oktober 2017 (04:08)
Der Arche-Noah-Schaugarten, „Herzstück“ des Vereins, bleibt jedenfalls erhalten.
Rupert Pessl

„Der Pflanzenverkauf in der gegenwärtigen Struktur ist ökonomisch nicht mehr tragbar“, argumentiert Christian Schrefel, Obmann des Vereins Arche Noah, die in der vergangenen Woche gesetzten Maßnahmen. Sprich: Kündigung aller 18 Arche-Noah-Vertriebs-Mitarbeiter mit Jahresende.

Handelsgeschäft wird „umstrukturiert“

Dazu muss man die Firmenstruktur kennen: Da besteht einerseits seit 1990 der Verein Arche Noah, laut Schrefel das „Herzstück“, mit dem Schaugarten in Schiltern (eröffnet 1994), 14.000 Mitgliedern in aller Welt, einem ehrenamtlichen Funktionärsteam und etwa 30 hauptamtlichen Mitarbeitern. „Dieser Bereich bleibt bestehen“, so Schrefel. Der Verein soll sich auch weiterhin um Tätigkeiten wie Sammel-, Züchtungs- und Vermehrungs-, Forschungs- und Bildungsarbeit bis hin zu politischen Kampagnen und Lobbyarbeit kümmern.

Und dann gibt es seit 20 Jahren die Arche Noah GmbH, die den Vertrieb der Jungpflanzen und des Biosaatgutes abwickelt. Dieses Handelsgeschäft wird laut Schrefel „umstrukturiert“: Es gebe heutzutage auf dem freien Markt zahlreiche Möglichkeiten für Bio-Gärtner, Pflanzen zu erstehen. Deshalb wird auch der Pflanzenverkauf im Arche Noah-Schaugarten stark eingeschränkt, „wir werden diesen Bereich in Gärtnereien oder an andere Partner beziehungsweise in den Web-Shop auslagern“, so Schrefel.

Ob es den erfolgreichen 1.-Mai-Pflanzenmarkt 2018 wieder geben wird? Schrefel: „Wir suchen da noch Modelle.“