Mitterau: Volksbank zieht Mitarbeiter ab. Bankstelle wird zur Selbstbedienungsfiliale. Zwei Mitarbeiter kommen in die Gartenaugasse, einer nach St. Pölten.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 24. Oktober 2017 (04:09)
NÖN

Der Umbruch in der Bankenlandschaft trifft jetzt auch die Stadt Krems. Allerdings nur schaumgebremst: Die Volksbank stellt Ende November den Betrieb in der Bankstelle Krems-Mitterau zwar ein.

Die gute Nachricht ist aber, dass sie den Standort als Selbstbedienungsfiliale weiterführt. Filialleiter Wolfgang Weixlbaum und Gerlinde Auer wechseln in die verbleibende Bankstelle in der Gartenaugasse, Gerhard Schwarz in die Zentrale nach St. Pölten.

„80 Prozent unserer Kunden nutzen Internet-Banking“

Überbordende Regulatorien und die starke Nutzung von Internet-Banking machten die Bündelung von Kompetenzen notwendig, begründet Marketingleiter Peter Digruber die Entscheidung. „Mittlerweile nutzen 80 Prozent unserer Kunden Internet-Banking“, so Digruber. Nur mehr fünf Mal pro Jahr führt sie hingegen im Schnitt ihr Weg in die Bankstelle.

Als weiteres Argument führt Digruber ins Treffen, dass die zunehmende Komplexität des Bankgeschäfts die Bündelung der Kräfte in größeren Einheiten notwendig macht. Kleine Bankstellen wie jene in der Mitterau wären diesen Herausforderungen nicht mehr gewachsen. Größere hingegen könnten fast das gesamte Beratungsspektrum abdecken.

Eine dieser starken Einheiten ist die verbleibende Filiale in der Gartenaugasse, die künftig ihren Kunden mit 13 Betreuern zur Verfügung steht. Und das nicht einmal einen Kilometer Luftlinie entfernt von der künftigen Selbstbedienungsfiliale in der Mitterau, wie Digruber betont.

Umfrage beendet

  • Geht ihr noch oft in Bank-Filialen?