Heftige Kritik an der Grafenegger Lichtshow "Illumina"

Erstellt am 30. November 2022 | 05:43
Lesezeit: 2 Min
Lichtergarten erregt Ärger. Energievergeudung und Lichtverschmutzung sind die zentralen Vorwürfe.
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Installationen mit tausenden Lichtern sollen bis 8. Jänner Gäste in den Illumina-Lichtergarten rund um das Schloss locken. Premiere war 2021 in Laxenburg, heuer kam neben Grafenegg auch Stift Klosterneuburg dazu. Doch die Veranstaltung stößt in Gemeinde und Region auf Widerstand.

Vor rund zwei Wochen wurde Kritik der niederösterreichischen Grünen am Projekt laut. „Veranstaltungskonzepte wie dieses treffen wohl nicht den Zeitgeist“, meinte Sprecher Michael Pinnow. „Bei Weihnachtsmärkten wurden sogar Punschkocher reduziert und auf Heizstrahler verzichtet. Der Trend geht Richtung ,Energie mit Köpfchen‘.“

„Hier wird über das Maß der Vernunft geschossen“, ärgert sich auch ein Anrainer. „Ich frage mich, wer ein Szenario wie die Lasershow bewilligt, das noch aus fünf Kilometern zu sehen ist.“ Lichtverschmutzung und Störung der Tierwelt (Insekten) werden attestiert.

Der Veranstalter bescheinigt sich selbst „ein gutes Gewissen“, denn man verwende „energiesparende modernste LED-Technik“. „Mit Verzicht auf ein paar größere Installationen sowie die Reduktion der Spieltage von sieben auf fünf pro Woche ist es uns gelungen, den Energiebedarf auf ein Minimum zu reduzieren.“

Provokant finden Beschwerdeführer diese Argumentation der Illumina Lichtergärten GmbH: Es werde sogar Strom gespart, „weil man während des Besuchs im Lichtergarten zu Hause keinen Strom verbraucht“. Man müsse den Menschen wieder etwas bieten, so Sprecherin Cornelia Klement. „Und man kann es sowieso nie zu 100 Prozent allen recht machen.“

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