"Giftbrühe" entpuppte sich als Lebensmittelfarbe. Zu einem Umwelteinsatz wurde die Kremser Feuerwehr am Nachmittag des Freitags gerufen. Zum Glück stellte sich die giftgrüne Brühe, die aus einem Abflussrohr kam, rasch als Lebensmittelfarbe heraus.

Von Martin Kalchhauser. Update am 06. Februar 2021 (14:14)

"Da rinnt eine giftgrüne Brühe aus einem Kanalrohr in die Krems!", meldete ein Anrunfer am Freitag, 5. Februar, sinngemäß bei der Kremser Feuerwehr.

Grüne Flüssigkeit entdeckt

Die Helfer rückten zu viert mit einem Hilfeleistungsfahrzeug an. Parallel dazu wurde auch die Wasserrechtsbehörde (Journaldienst des Magistrats Krems) verständigt. An Ort und Stelle konstatierten die Einsatzkräfte, dass aus einem Ausflussrohr unterhalb der Wachaubrücke mehrere Liter einer grünen Flüssigkeit ausgetreten und über die dortige Grünfläche in den Kremsfluss geronnen waren. 

Wasser der Krems verfärbt

Auch das Wasser der Krems verfärbe sich auf mehrere Meter Länge im linken Uferbereich grün. Nach kurzer Zeit ließ sich zum Glück eindeutig feststellen, dass es sich bei der Flüssigkeit um harmlose Lebensmittelfarbe handelte. Der Feuerwehreinsatz konnte daraufhin sofort beendet werden. Der Einsatz der Schadstoffgruppe war nicht notwendig. 

Dichtheitstest war schuld

Wie auch Magistratsdirektor Karl Hallbauer in einem Telefonat mit der NÖN klarstellte, konnte rasch zweifelsfrei geklärt werden, woher die Flüssigkeit stammte. Bei einem Großbau in der Nähe war eine Dichtheitsprobe von Leitungen durchgeführt worden, für die üblicherweise Lebensmittelfarbe zum Einsatz kommt. „Wenn es irgendeine Gefahr gegeben hätte, hätten wir natürlich sofort Umweltalarm ausgelöst.“ Nachdem der Ursprung der Verfärbung des Kremswassers festgestellt werden konnte, gilt es nur mehr zu klären, ob die Tester die Kanalbetreiber (die zuständige Abteilung des Magistrats) im Vorfeld darüber informiert hatten.