Neue Postbasis in Mautern ist fix. Neue Basis soll noch heuer fertig sein, Fuhrpark auf E-Autos umgesattelt.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 19. Februar 2021 (05:44)
Die Entscheidung ist gefallen: Die Post AG investiert in ein modernes Verteilzentrum für die Region Krems, das in der Römerstadt Mautern seinen Platz bekommen wird. Die Kunden werden, heißt es seitens des Unternehmens, von der Änderung des Standortes überhaupt nichts bemerken.
NOEN

Im Dezember berichtete NÖN über die Umzugsvorhaben der Post hinsichtlich der Kremser Zustellbasis. Was zum damaligen Zeitpunkt schon absehbar war, ist nun bestätigt: Die neue Zustellbasis wird in Mautern gebaut.

Entstehen soll das neue Postgebäude auf einem Grundstück in der Nähe der Firmen Elektro Berger und SP Sportanlagenbau im Gewerbegebiet, welches von der Gemeinde Mautern bereits im Dezember per Optionsvertrag zum Verkauf an den Logistik-Konzern formell abgesichert wurde. Fertigstellung und Umzug mit gesamter Belegschaft sollen bereits im Herbst des Jahres 2021 erfolgen. „Die Wahl des Standorts Mautern erfolgte aufgrund wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte“, heißt es vonseiten der Post.

Weshalb überhaupt der Umzug?

„Angesichts steigender Mengen an Paketen und Großbriefen wird der Platz in der aktuellen Basis in der Brand ström stra ße zu klein“, erklärt ein Post-Sprecher die Notwendigkeit der Übersiedlung. Zusteller klagen auch immer wieder über zu wenig Raum bei dermaßen vielen Postfahrzeugen. Ihre privaten Fahrzeuge müssen zahlreiche Postangestellte entweder in der gebührenpflichtigen Zone, der Kurzparkzone oder eben weiter weg, etwa in der Bertschingerstraße oder hinter dem Bahnhofsparkdeck, abstellen.

Aktuell stehen für das Projekt noch Planungen und behördliche Verfahren an.

Mehr E-Autos und keine Änderungen für Kunden

Was bedeutet die Umsiedelung für die Arbeitsabläufe und damit indirekt auch für die Kunden? Was den Kundenschalter der Postfiliale betrifft, wird es keine Veränderungen geben. „Es übersiedelt nur die Zustellbasis. Die Postfiliale bleibt ja erhalten.“ Und was wird aus der alten Zustellbasis? „Für diese prüfen wir gerade alle Möglichkeiten einer potenziellen Nachnutzung“, so die Post.

Neuerungen wird es jedoch hinsichtlich der technischen und motorisierten Ausstattung geben. „Wir wollen im Rahmen der Übersiedelung auch den Fuhrpark erneuern. Unsere Zusteller werden dort künftig weitgehend mit Elektro-Autos unterwegs sein.“ Dies sei Teil des Gesamtkonzepts, mit dem die Post bis 2030 CO 2 -frei werden will.

Was ist arbeitsorganisatorisch geplant? Was passiert etwa mit jenen Postlern, die zu Fuß im Innenstadtbereich zuliefern? „Aktuell gibt es in Krems vier Zusteller, die zu Fuß unterwegs sind. Es ist gut möglich, dass diese Gebiete auch künftig Fuß-Rayone bleiben und wir ein Depot in Krems errichten.“ Fix sei das aber noch nicht, dies seien dann erst die „letzten organisatorischen Schritte“.