Thomas Putzgruber aus Kammern hilft direkt im Kriegsgebiet

Erstellt am 22. April 2022 | 05:55
Lesezeit: 2 Min
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Hatte keine Angst im Kriegsgebiet: Tierschützer Thomas Putzgruber.
Foto: privat
Der Kammerner Thomas Putzgruber besuchte mit einer Tonne an Hilfsgütern die ukrainische Stadt Uzhgorod.
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Thomas Putzgruber hat schon viele Hilfseinsätze hinter sich, die ihm auf brutale Art und Weise das Leid von Tieren, aber auch Menschen vor Augen geführt hat. Der Aufenthalt in einem europäischen Kriegsgebiet war aber auch für den abgehärteten Kammerner eine neue Grenzerfahrung. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Grünen Tierschutzforums, Cosma Stöger, war der Obmann des Vereins „Respektiere“ in der ukrainischen Grenzstadt Uzhgorod nahe der slowakischen Grenze, um Menschen und Tiere mit Nahrung und anderen Hilfsgütern zu versorgen. Knapp eine Tonne, zusammengesammelt aus Spenden aus dem In- und Ausland, konnte das Duo in verschiedenen Einrichtungen abliefern.

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Auch wenn es vordringlich ist, Menschen zu helfen, verschließt Thomas Putzgruber auch vor dem Tierleid nicht die Augen.
Foto: privat

Angst hatte Putzgruber trotz mehrmaligen Sirenenalarms nicht, erzählt er: „Es ist eher großer Respekt vor der Situation. Man weiß, man fährt in ein Land, wo gerade ein furchtbarer Krieg tobt. Wo tausende Menschen sterben, wo unzählige Tiere einfach so verhungern. Das, was wir bringen können, es ist ohne jede Frage nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Uzhgorod sei vor dem Krieg eine aufstrebende Stadt gewesen, schildert Putzgruber. Nun stünde alles still.

Auf die Tierwelt wird im Kriegsgebiet nur wenig Acht gegeben, das ist der Eindruck, der beim Tierschützer bleibt: „Solche Fälle, wie, dass ein Bauernhof verlassen wird und die Kühe im Stall angekettet bleiben, dürfen einfach nicht passieren. Die Tiere sind so zum Verhungern verdammt.“

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Der Kammerner Tierschützer Thomas Putzgruber reiste in die Ukraine, um dort Menschen und Tieren zu helfen.
Foto: privat

Die knapp 1.400 Kilometer lange Fahrt nach Uzhgorod und retour gestalteten sich übrigens äußerst mühevoll. Ein- und Ausreise dauerten jeweils über vier Stunden. An der ukrainischen Grenze fiel Putzgruber auf, dass viele Teenager als Wachsoldaten fungierten.

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