Torturm Krems bleibt privat. Das Tor samt Turm, als Wohnhaus genutzt, fand einen privaten Käufer. Die Gemeinde hat nicht mitgeboten.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 10. Juni 2021 (06:50)
Das Kremser Tor samt Turm bleibt ein Wohngebäude.
J. Lechner, J. Lechner

Ein Problem weniger – oder Chance nicht genützt? Der Torturm am östlichen Stadteingang ist verkauft – von privat an privat.

Wie berichtet, stand das „Kremser Tor“ mit seinem viergeschoßigen, quadratischen Torturm aus dem 15. Jahrhundert, im Besitz eines Wiener Anwaltes, zum Verkauf. Die Stadtgemeinde hatte überlegt, das ortsbildprägende denkmalgeschützte Gebäude zu erwerben. Allerdings: Die Finanzierung (kolportiert werden etwa 600- bis 700.000 Euro) wäre kaum zu berappen gewesen, und auch der Verwendungszweck war keineswegs geklärt. Die Meinungen, ob Kauf oder nicht, gingen im Gemeinderat auseinander.

An Privatperson verkauft

Ein Komitee hätte Kauf- und Nutzungs-Möglichkeiten ausloten sollen – das ist jetzt nicht mehr notwendig, ein privater Käufer hat zugeschlagen, der Turm bleibt damit wie bisher ein Wohngebäude in Privatbesitz.

„Natürlich war ein Kauf von Gemeindeseite überlegenswert, aber wir hätten den Preis nicht stemmen können. Ich bin jetzt froh, dass der Turm weiterhin seine Nutzung behält und dass mit den neuen Besitzern wieder Leute im Zentrum wohnen“, zeigt sich Bürgermeister Johann Riesenhuber erleichtert.