Bezirk Krems-Land: Senftenberg ist Infektionshochburg. 19 der 89 aktiven Corona-Fälle im Bezirk Krems-Land kommen aus der 2.000-Einwohner-Gemeinde Senftenberg. Verstärkte Kontrollen auf Einhaltung der Absonderungsbescheide laufen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 05. März 2021 (14:20)
Symbolbild: Shutterstock/Jarun Ontakrai
 
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Senftenberg ist aktuell die Infektionshochburg im Bezirk Krems-Land. 21 Prozent aller aktiven Corona-Fälle kommen aus der Marktgemeinde nordwestlich von Krems. 19 Personen waren Stand Dienstag, 5. März, infiziert. Im gesamten Bezirk waren es am selben Tag 89. Senftenberg mit seinen rund 2.000 Einwohnern weist damit aktuell auch eine deutlich höhere Zahl als etwa die rund 7.000 Einwohner starke Gemeinde Langenlois auf. 

Erste Corona-Tote in Senftenberg 

Bürgermeister Stefan Seif (ÖVP) schrieb in einem Facebook-Posting zu den aktuellen Zahlen, dass die "Situation besorgniserregend" sei und man in dieser Woche auch die erste Corona-Tote beerdigen habe müssen.

Senftenbergs Bürgermeister Stefan Seif (ÖVP) appelliert an seine Mitbürger.
Martin Kalchhauser

"Ich appelliere an Ihre Vernunft und Eigenverantwortung im Sinne Ihrer Gesundheit! Bitte halten Sie sich an die aktuellen Verordnungen und Vorgaben der Bundesregierung! Nutzen Sie bitte das Testangebot im Bezirk und der Stadt Krems", so Seif weiter. 

Abriegelung ist kein Thema

Mit großer Sorge nimmt auch Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer die Situation in Senftenberg wahr. Sie habe deswegen auch verstärkte Kontrollen auf die Einhaltung der Absonderungsbescheide angeordnet. Drastischere Maßnahmen, wie eine Isolierung des Orts, seien derzeit kein Thema.

Die vergleichsweise niedrigen Zahlen im Bezirk - Krems-Land hat Stand heute, 5. März, eine 7-Tages Inzidenz von 119 - seien zwar erfreulich, dürfen aber kein falsches Signal erzeugen, so Mayrhofer. "Wir müssen weiter vorsichtig sein. Die Maßnahmen sind erst zu nehmen!"