Ärger mit Parkordnung in Krems-Stein. Gertrude Krenn ist ratlos. Einmal stand ihr Pkw in Stein zu weit rechts, dann zu weit links. Jetzt gibt es doch keine zweite Strafe …

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. Mai 2020 (12:07)
Gertrude Krenn ist ratlos: Einmal musste die Kremserin in Stein Strafe zahlen, weil sie mit den rechten Rädern ihres Pkws am „Gehsteig“ stand. Beim nächsten Mal stand ihr Fahrzeug dafür zu weit in die Fahrbahn hinein …
Foto: Martin Kalchhauser

Als die Kremserin Gertrude Krenn (88) am 16. Jänner nach dem Besuch der Ordination Iris Solf-Throns zu ihrem in der Steiner Landstraße geparkten Auto zurückkam, hatte sie einen „Strafzettel“. Ihr Kleinwagen sei neben der dortigen Trafik zu weit rechts, also mit zwei Rädern am (nur optisch abgeteilten) Gehsteig, gestanden.

Als Krenn am 5. Mai wieder zu ihrem Auto kam, stand dort ein Parkwächter und notierte ihr Kennzeichen. Auf ihre Frage meinte er, das Auto stünde zu weit in die Fahrbahn hinein. „Weil ich darauf geachtet habe, nicht wieder am Gehsteig zu stehen, sollte ich wieder zahlen“, berichtet sie beim Lokalaugenschein mit der NÖN. Sie weigerte sich und fuhr weg – im Bewusstsein, eine Anzeige zu riskieren. „Aber ich bin diesmal nicht bereit, wieder zu zahlen.“

Bei einer Vorsprache bei dem für die Parkraumüberwachung in Krems zuständigen Unternehmen G4S konnte die Pensionistin nun immerhin in Erfahrung bringen, dass ihr vom Überwachungsorgan kürzlich beanstandeter Parkvorgang keinen Niederschlag gefunden hatte. Eine Anzeige gegen sie sei nicht im Gang, wurde ihr mitgeteilt. Ein dort geparktes Fahrzeug behindere aber eventuell Lastwagen bei der Zufahrt bis zum Linzertor, wurde ihr dargelegt.

Halteverbot besteht dort allerdings keines, wie die NÖN an Ort und Stelle feststellen konnte. Eine klare Beschilderung oder – noch besser – Markierung der beiden Abstellplätze hinter der Trafik könnte vielleicht Abhilfe schaffen.