Grippewelle trifft auch Krems hart. Seit 9. Jänner kursiert in Österreich offiziell eine Grippewelle. Gebietskrankenkasse verzeichnet hunderte Krankenstände in Krems.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 23. Januar 2018 (03:43)
Shutterstock/Romariolen, Shutterstock/alessandro guerriero
Symbolbild

Rechtzeitig zum neuen Jahr schlägt auch die Grippe wieder mit voller Wucht in Österreich zu. Seit 9. Jänner ist es laut dem virologischen Institut der Universität Wien auch offiziell eine Welle. Alleine in Niederösterreich waren in der ersten Jännerwoche rund 2.200 Krankenstände auf die Grippe oder grippale Infekte zurückzuführen.

Shutterstock/Romariolen, Shutterstock/alessandro guerriero
Grippe-Impfungen sind laut Experten auch zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll. Foto: Shutterstock/Romariolen, Shutterstock/alessandro guerriero

Bei Betrachtung der Zahlen im Bezirk Krems wird klar, dass sich das Virus aber erst ausbreitet. 94 Krankenstandsfälle waren der Gebietskrankenkasse (GKK) in der ersten Kalenderwoche gemeldet. In der Woche darauf waren es bereits 127.

Die dritte Woche des Jahres bildete den vorläufigen Höhepunkt der Grippewelle. 156 Krankenstände waren der Gebietskrankenkasse gemeldet.

In die Statistik fallen laut GKK-Service-Center-Krems-Leiter Manfred Kolar aber nur Erwerbstätige. „Bauern, Gewerbetreibende, Beamten, Schüler und Pensionisten sind davon ausgenommen. Es ist also davon auszugehen, dass noch viel mehr Leute erkrankt sind.“

Auch im Vorjahr traf die Grippewelle Österreich ungefähr zur gleichen Jahreszeit. Damals waren in der zweiten Woche des Jahres sogar 236 Kremser offiziell erkrankt.

Vierfachimpfstoff nur mehr aus Deutschland

Impfungen sind laut Experten auch zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll. Injektionen eines Vierfachimpfstoffes sind dabei aber so gut wie ausgeschlossen. „Das österreichische Kontingent ist aufgebraucht. Ich habe aus Deutschland noch eine kleine Menge“, erzählt Adler-Apotheken-Chef Ulf Elser. Dreifachimpfstoff habe er noch genug auf Lager.

Elser empfiehlt auch Impfungen mit dem Dreifachimpfstoff. Ob dieser dann aber auch die gewünschte Schutzwirkung zeigt, ist unklar. „Der Vierfachimpfstoff wirkt wahrscheinlich besser, weil er zu den Virustypen passt, die heuer unterwegs sind“, erklärt Elser.

Hochbetrieb bedeutet die Grippewelle für die Ärzte. Heidelinde Schuberth, die in St. Leonhard ordiniert, musste alleine in der Vorwoche drei echte Grippefälle behandeln. Vierfachimpfstoff hat sie keinen mehr vorrätig. „Vor zwei Wochen habe ich den letzten verspritzt. Bis jetzt sind rund 200 Leute zu mir impfen gekommen.“

Umfrage beendet

  • Lasst ihr euch gegen Grippe impfen?