Wösendorfer geht nach Matura für ein Jahr nach Indien. Auf die „herausfordernde“ Aufgabe, ab August mit Jugendlichen in Bangalore zu arbeiten, freut sich Benedikt Haberl.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 14. Februar 2020 (05:18)
Der 18-jährige Benedikt Haberl aus Wösendorf hat sich für ein Volontariat in Indien entschieden.
F: volontariat bewegt/Mariama Sow

Er ist 18, Schüler des BRG Rechte Kremszeile in Krems (naturwissenschaftlicher Zweig), macht heuer die Matura – und wird danach ein Freiwilligenjahr in Indien absolvieren: Benedikt Haberl hat einen „Zivildienst im Ausland“ angestrebt und sich bei „Volontariat bewegt“ beworben.

In der Millionenstadt Bangalore im südindischen Bundesstaat Karnataka wird er das Team der Salesianer Don Boscos verstärken, die sich vor Ort vor allem um Kinder und Jugendliche, deren Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten kümmern und ihnen Raum zum Spielen, Sporteln oder Musizieren bieten.

Ein Projekt, das am besten zur Person passt

Eine große Aufgabe, die sich Benedikt Haberl da vorgenommen hat. Warum gerade Indien? „In welches Land man geht, entscheiden letztendlich die Leute bei ,Volontariat bewegt’ nach intensiven Gesprächen. Die suchen ein Projekt aus, das am besten zur jeweiligen Person passt“, hat er sich mit seinem zukünftigen Aufgabenbereich schon auseinandergesetzt.

Er reist Anfang August gemeinsam mit einem weiteren jungen Volontär nach Indien, nachdem die beiden zuvor gemeinsam mit anderen Teilnehmern etwa zwei Wochen intensiv auf den Einsatz vorbereitet worden sind und sich auch mit Volontären ausgetauscht haben, die bereits in den Einsatzländern waren.

„Es ist ein neues Erlebnis und mit dem Leben in Österreich nicht zu vergleichen.“Benedikt Haberl über seinen geplanten Einsatz in Indien

Warum er sich für diese Form des Freiwilligendienstes entschieden hat? „Ich möchte das Volontariat nutzen, um neue Erfahrungen zu erlangen. Ich bin davon überzeugt, dass mir diese in meinem zukünftigen Leben helfen und mir auch Klarheit in meiner Entscheidung für eine geeignete Studienrichtung geben werden“, ist es für ihn eine Richtungssuche und auch eine Chance für persönliches Wachstum. Mit Kindern zu arbeiten mag er, das hat er schon als Helfer bei der Ferienbetreuung der Weißenkirchner Volksschüler im Sommer bewiesen.

Haberl freut sich auf die zehn Monate in Bangalore, „die werden sehr herausfordernd, aber auch belohnend“, ist er sich sicher. Wobei natürlich auch etwas Angst mitspielt, denn „es ist immerhin ein neues Erlebnis und mit dem Leben in Österreich nicht zu vergleichen. Zudem werde ich zum ersten Mal durchgehend in die Arbeitswelt eintauchen.“

Er muss immerhin Freunde und Familie für eine lange Zeit zurücklassen. Denn heimkommen wird er erst nach Beendigung des Einsatzes. Aber er darf nach Absprache Besuch aus der Heimat empfangen.