Mörder verging sich an Mithäftling in Stein. 31-Jähriger stritt Vergewaltigung hinter Gittern ab, gab aber erstmals Mord zu.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:23)
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Philipp K. legte gegen das Urteil sofort Rechtsmittel ein. Foto: NÖN

Mit 200 Messerstichen hat Philipp K. im Juli 2010 in Wien-Hietzing die 21-jährige Studentin Stefanie P. niedergemetzelt und dafür eine rechtskräftige lebenslange Gefängnisstrafe wegen Mordes ausgefasst. K. saß in der Justizanstalt Stein im Maßnahmenvollzug ein.

Die Chance, auch bei lebenslang nach 15 Jahren hinter Gittern bei guter Führung wieder in Freiheit zu kommen, hat der heute 31-Jährige mit einer Sex-Attacke an einem durch Drogen betäubten Mithäftling aber für immer vertan.

Beim Prozess kämpfte P. deshalb wie ein Löwe: Er stritt bis zuletzt die Vergewaltigung des Mithäftlings ab und beteuerte Läuterung. Erstmals gab er den Mord an der Studentin zu. Die Aussagen von zwei Häftlingen belasteten ihn aber schwer. Letztlich wurde P. für schuldig befunden: Er wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt und die Einweisung in eine Anstalt wurde angeordnet.