Krems

Erstellt am 06. September 2016, 05:41

von Udo Sagl

Krems will Asylheim in Stein nun ganz loswerden. Neuer Standort könnte außerhalb der Stadtgrenzen sein. Trotzdem will die Gemeinde weiter aktive Flüchtlingshilfe leisten.

Studentenwohnungen sollen in der Steiner Donaulände enstehen. Foto: Johann Lechner  |  Lechner

„Je früher, desto besser!“ Sozial-Stadträtin Eva Hollerer steht den Plänen, das Flüchtlingsquartier in Stein aufzulösen und einen neuen Standort zu suchen, absolut positiv gegenüber. Und sie geht noch einen Schritt weiter: „Wer sagt, dass das Heim nicht ganz woanders hinkommen kann?“

Wie berichtet, hatte die für das umstrittene Quartier an der Steiner Donaulände verantwortliche Firma SCL-Asylcare nach heftigen Anrainerbeschwerden angekündigt, spätestens bis zum Jahresende eine neue Lösung anzubieten – allerdings innerhalb von Krems.

Wird Problem nur verlagert?

Das stellt Hollerer nach einem Gespräch mit dem Prokuristen, von SCL-Asylcare, Christian Kogler, in Frage: „Es ist zu befürchten, dass wir das Problem bei einer Übersiedlung von A nach B verlagern.“

Im dicht besiedelten Stadtgebiet sei eine „gebündelte Unterbringung von mehr als 40 Schwarzafrikanern“ keine gute Idee. Wobei sich das Rathaus trotzdem bereit erklärt, weiter aktive Flüchtlingshilfe zu leisten.

Hollerer: „Derzeit sind in Krems 290 Asylwerber untergebracht. Mit den meisten haben wir keine Probleme. Wir haben auch schon deponiert, dass wir gerne Familien aufnehmen würden. Aber derzeit gibt es da keinen Bedarf mehr . . .“