Giftköder in Droß: Hunde knapp gerettet. Tierhalter sollten in Droß gut auf ihre Lieblinge aufpassen. Gemeinde warnt mit einem Flugblatt, Polizei ersucht um Hinweise.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 09. April 2019 (05:49)
Martin Kalchhauser
Zum Glück gerettet: Dackel-Terriermischling „Noxx“ mit Besitzerin Sandra Steininger (li.), ebenso wie Labrador-Rüde „River“ mit seiner Besitzerin Hannelore Aschauer (re.) vom gleichnamigen Winzerhof in Droßeramt.

„Vorsicht! Gefahr für Hunde“, steht auf einem Flugblatt, das die Gemeinde Droß in der Vorwoche an alle Haushalte verteilen ließ. Grund: Zwei Hunde wurden Opfer ausgelegter Giftköder und konnten nur durch die rasche Behandlung durch Tierärztinnen überleben. Beide waren in Kontakt mit dem Stoff Carbamat gekommen.

Fotos: Martin Kalchhauser
Zum Glück gerettet: Dackel-Terriermischling „Noxx“ mit Besitzerin Sandra Steininger.

Der erste Vorfall ereignete sich am 1. April. Sandra Steininger war mit ihrem Dackel-Terrier-Mischling „Noxx“ auf dem Weg zwischen dem Vorspannhof Mayr und der Kläranlage unterwegs gewesen. Dort dürfte der kleine Hund mit dem Gift in Kontakt gekommen sein ( wir hatten zeitnah berichtet, siehe hier ).

Wenig später zeigte er Vergiftungserscheinungen (Muskelzucken, Brechreiz, Atemnot, …). Der raschen Reaktion der Hundehalterin hat der Vierbeiner sein Leben zu verdanken. Tierärztin Ingrid Kleinmond in Langenlois konnte Carbamat als Verursacher der Probleme erforschen und mit einem Gegenmittel helfen. Mittlerweile geht es dem Tier wieder gut.

Nach der Anzeige des Vorfalles durch Gemeinderat Dietmar Wurzer bei der Polizei Langenlois informierte die Gemeinde per Flugblatt die Bewohner über die Gefahr für Haustiere.

Labrador-Rüde wurde zum zweiten Gift-Opfer

Doch in der Nacht von 4. auf 5. April war es der Labrador-Rüde „River“ der Familie Aschauer in Droßeramt, der sich als nächstes Giftopfer herausstellte.

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Ebenfalls gerettet: Labrador-Rüde „River“ mit seiner Besitzerin Hannelore Aschauer vom gleichnamigen Winzerhof in Droßeramt.

„Wir haben am Abend noch einen Spaziergang im Umkreis von rund einem Kilometer rund um unseren Hof gemacht“, erzählt Hundebesitzerin Hannelore Aschauer. Danach traten beim Tier gesundheitliche Probleme auf. In diesem Fall wurde Tierärztin Elisabeth Bauer in Krems zur Retterin. Aschauer: „Unser Hund hat das Gift zum Glück großteils erbrochen.“

Die Polizei warnt ebenso wie die Gemeinde vor weiteren Giftködern, die ausgelegt worden sein könnten. Im Ort und im angrenzenden Waldgebiet unternehmen auch gerne auswärtige Hundehalter Spaziergänge.

Wer Beobachtungen zum Ausbringen des Giftes machen kann, möge sich unverzüglich an die zuständige Polizeiinspektion Langenlois ( 059133/ 3444) wenden.