Weißenkirchen in der Wachau

Erstellt am 02. September 2018, 05:31

von Gertrude Schopf

Profis, Laien und Waltraut Haas bei Wachaufestspielen. Wachaufestspiele Akteure der Theatergruppe Weißenkirchen spielen unter der Regie von Martin Gesslbauer im Teisenhoferhof.

Bettina Geppner und Clara Wildeis sind in den „Geschichten aus dem Wienerwald“ im Teisenhoferhof zu sehen.  |  Karoline Fotodesign

Die Wachaufestspiele gehen weiter: Ödön von Horvaths berühmtes Stück „Geschichten aus dem Wienerwald“ bringt Regisseur Martin Gesslbauer zwei Wochenenden lang auf die Bühne im Teisenhoferhof.

91 und das „liebe Mariandl-Image“: Haas als böse Großmutter

Mit dabei ist da unter anderen auch die 91-jährige Waltraut Haas. Vor Kurzem erst sind ihre Erinnerungen in Buchform unter dem Titel „Jetzt sag ich’s“ erschienen. Sie verkörpert erstmals eine „böse“ Alte, die Großmutter – und hat „ein bissl Angst“, dass ihr das Publikum gerade in Weißenkirchen diese Rolle nicht so abnehmen könnte, weil sie ja noch immer das „liebe Mariandl-Image“ habe.

Sohn Marcus Strahl, Intendant der Wachaufestspiele und als Fleischhauer Oskar zu sehen, beruhigt sie: „Diese Rolle haben alle älteren Burgschauspielerinnen gespielt.“

Die junge wachaufestpielerprobte Anna Sophie Krenn spielt die Marianne, deren Schicksal sich zwischen ihrem Vater, dem „Zauberkönig“ (Christian Futterknecht), ihrem Geliebten (Martin Oberhauser) und dem Fleischhauer Oskar erfüllt. Freuen darf man sich auch auf die Auftritte einiger Akteure der Theatergruppe Weißenkirchen, darunter Franz Schwandl als Hierlinger Ferdinand, Gerhard Graf als Beichtvater, Andreas Raith (Conferencier) und Iris Raith (Erste Tante).