Zahnärzte beenden freiwilligen Notdienst. Kosten zu hoch. Patienten müssen nun häufig in Nachbarbezirke ausweichen.

Erstellt am 28. Dezember 2017 (04:55)
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Symbolbild

Schlechte Nachrichten für alle, die ab dem kommenden Jahr an einem Wochenende oder an einem Feiertag Zahnweh bekommen: Der von den Zahnärzten des Bezirkes zusätzlich zum Notdienst der Zahnärztekammer eingerichtete freiwillige Bereitschaftsdienst wird eingestellt. In der Praxis bedeutet dies für Schmerzgeplagte, dass sie nicht innerhalb der Bezirksgrenzen versorgt werden, sondern in den meisten Fällen in andere Bezirke fahren müssen.

„Obwohl wir uns alle bemüht haben, den Dienst – auch mit Unterstützung der NÖN – publik zu machen, hat sich zuletzt ein Rückgang der Patientenfrequenz ergeben. Oft frequentierten nur zwei bis drei Patienten den Dienst. Der Erlös reicht dann nicht aus, um die Assistentin, die man unbedingt benötigt, zu bezahlen“, nennt Zahnarzt Erwin Müller nach einer Besprechung mit Kollegen den Grund für die Einstellung des Dienstes, der am 31. Dezember zum letzten Mal geleistet wird.

Der diensthabende Zahnarzt kann danach unter der Notrufnummer 141 oder im Internet unter noe.zahnaerztekammer.at/notdienst gefunden werden. Landesweit versehen zehn Zahnärzte jeweils von 9 bis 13 Uhr Dienst.